Mensch, Gesellschaft und Wissenschaft

Der Vatikan als Ort der von ihm verbotenen "Unzucht",- man kann es nur noch als Schande bezeichnen und zum Austritt der "Gläubigen" aus dieser absurden Kongregation aufrufen.

http://n-tv.de/panorama/Schweizergardisten-packen-aus-article12065251.html

 

Und nachdem alles was seit jahrhunderten im Vatikan offenbar wurde, die Flucht nach vorne des neuen Pabstes,- er gibt alles zu und versucht zu retten, was eigentlich nicht mehr  zu retten ist.

http://n-tv.de/politik/Papst-Franziskus-prangert-Gay-Lobby-an-article10812226.html

http://n-tv.de/panorama/Papst-will-Homosexuelle-integrieren-article11078936.html

 

 

Da ist es wieder dieses „Unwort“ einer sich heterosexuelle nennenden Mehrheit, die weder die Sexualgeschichte des Menschen, seine Genetik und deren Evolution kennt, noch was Homosexuelle zu deren Kulturgeschichte geleistet haben, die sie jeden Tag konsumiert. Das Unwort ist durch Thomas Hitzlsperger wieder an`s Tageslicht gekommen: http://www.cicero.de/salon/thomas-hitzlsperger-und-sein-coming-out-der-fussball-ist-nicht-homophob/56803/seite/2

Alles was sich außerhalb der heterosexuellen Mehrheit bewegt ist verdächtig und wird abgelehnt bis hin zu massivem Hass und Aggression, seien es Homosexuelle, Juden, Roma, Osteuropäer.

Das Böse, die böse Tat und die Schuld

 

Ferdinand von Schirach im Gespräch mit R. D. Precht: Eine Antwort

http://www.zdf.de/Precht/Das-B%C3%B6se-im-Menschen-30391780.html

v. Schirach sagt:

„Ich verteidige nicht die Tat. Ich verteidige stets nur den Menschen. Mich interessiert die Frage der Schuld. Ist sie so offensichtlich, wie es zunächst erscheint? Die Schuld kann nur beurteilt werden, wenn man den Menschen und seinen Lebensweg betrachtet.““

Hesch antwortet:

Mich interessieren das Böse, die böse Tat und die Schuld aus biologischer Sicht und mit dieser Betrachtungsweise entsteht vielleicht eine neue Interpretation von „Tat“ und Gewalt Die Begriffe „Schuld und Strafe“ würden aus dieser Sicht bald obsolet, denn es handelt sich aus meiner Sicht um „Erbkrankheiten“.

v. Schirach hat Recht, wenn er die Biographie, den „Lebensweg“ eines Gewalttätigen und dessen „Schuld“ betrachtet und zur „Rechenschaft“ zieht.

Klassische psychiatrische Gutachter von Gewalttätern sind meiner Meinung nach nicht mehr legitimiert, deren „Veranlagung“ zu bewerten, - der Gewalttäter ist kein „Psychopath“. Es wird ein neuer Berufszweig erforderlich, der „neurogenetische Gutachter“, welcher den Juristen und Richtern die kausale molekulargenetische Gestaltung von Biographie und Gewalttaten erläutern kann.

Eine Zusammenarbeit mit Verhaltenstherapeuten und Psychopharmakologen wird selbstverständlich weiter notwendig sein, aber in einem anderen Kontext.

„Strafen“ müssten neu etabliert werden, „Schuld“ wird es kaum noch geben, denn es gibt keinen „Schuldigen“ mehr, sondern nur einen „An der Tat Beteiligten“,- kann man die Verantwortung für sein Erbe übernehmen und wie? Kann man dieses Dritten überlassen?

 

Meine Ausgangsüberlegung:

„Der Mensch ist was er wird“

Dieses Menschwerden hat 2 Komponenten:1. Das Genom in der Evolution

2. Die Biographie (Epigenetik Code, Dynamic Code) im individuellen Leben

Vorbemerkung:

Das, was v. Schirach und Precht „Das Böse“ nennen ist ein allgemeines biologisches Phänomen und nur beim Menschen hat es vermittels des „Bewusstseins“ (siehe meine Vortrag (s.V. : ) eine ethisch- normative, gesellschaftliche Konnotation erfahren. Diese Feststellung ist bedeutsam für mein ganzes folgendes Denken. Sie sagen: „Es gibt keine bösen Menschen, nur böse Taten“. Das kann man wissenschaftlich, wenn Sie mir das abnehmen, nicht mehr so sagen und ich werde versuchen, Ihnen das so gut es geht zu begründen. Ich tue dies nur auf den Grundlagen der Biologie, weil diese für mich die einzig gültige Grundlage zu einem menschlichen Verständnis über uns selbst ist. Die Menschheit ist, ob unser „Bewusstsein und Denken“ es will oder nicht, wie alles auf der Erde Teil des Lebens, das den Gesetzen der Biologie gehorcht (s.V.). Die Geisteswissenschaften reden über uns, aber haben uns als Mensch eigentlich nichts zu sagen, anders als die Kunst.


 

Biologie ist in der DNA codiert, - die Genomik.

Der 1. Genetische Code

Unser Genom ist die allgemein menschliche Erbmasse, die DNA, die wir alle von unseren Vorfahren über die Evolution mitbekommen. Die DNA ist sozusagen der Baukasten, den alles Lebende auf Erden in gleicher Weise hat. Dieser Baukasten ist relativ stabil, 98 % des menschlichen Genoms sind mit dem des Schimpansen z. B. identisch, - aufregend nicht wahr?

Was aber macht den Unterschied der Menschheit zur übrigen biologischen Lebenswelt? Das „Phänomen des Bewusstseins“ (s.o.), entstanden in der Gen- Kulturevolution ( s.V.). Diese bestimmt unser Handeln und die Verantwortung dafür.

Vergleichen wir diesen Baukasten der Genomik, also der DNA, am besten mit Bildern aus der Computerwelt, dann wird Genetik überhaupt schnell verständlich ( s.V.)).

Vor 10 Jahren wurde das human Genom- Projekt abgeschlossen und alle Gene des Menschen sind bekannt. Es gibt inzwischen Roboteranalysemaschinen, die das Genom eines jeden Menschen schnell und relativ preiswert komplett durchsequenzieren können. Damit können wir Auskunft über den „Erbbaukasten“, die erbliche Hardware, die DNA eines jeden Menschen bekommen. Das Genom ist wie gesagt sehr stabil. Bis jetzt gibt es z. B, nur wenige Genänderungen (Polymorphismen = geringe Abweichungen in der DNA - Sequenz und Mutationen = große Abweichungen in der DNA Sequenz), die sich bei Menschen auswirken auf Emotionen, Kognition und den Körper. Das hat in der Medizin bisher sehr enttäuscht, denn nur wenige Krankheiten sind durch Mutationen der DNA bedingt und der Nutzen der Feststellung solcher ist noch nicht so groß wie erhofft, bis auf interessante, aber für die Medizin und die Menschen insgesamt wenige Ausnahmen , z.B. Tumorleiden und andere für Individuen relevante).

Was bedeuten Polymorphismen und Mutationen der DNA für das „Böse „ und „Schuld“ im Leben eines Menschen?

(Ein persönliches Beispiel: Ich trage eine Mutation im Faktor V Gen des Gerinnungssystems, von der ich nichts wusste. Vor 3 Jahren hatte ich deswegen eine schwere Thrombose mit Lungenembolie. Sie werden zugeben, dass ich daran keine „Schuld“ habe. Nun habe ich diese Mutation an meinen Sohn weitervererbt. Ich habe ihm eine vorbeugende gerinnungshemmende Injektion anlässlich langem Sitzen oder langen Flügen verordnet. Wenn er dies nun nicht tun würde und er bekäme eine Thrombose so wäre er „schuld“ daran, er wäre „Täter“, wenngleich an seinem eigenen Unglück,- aber das lässt sich mühelos auf Dritte ausdehnen. Merken Sie den Unterschied? Wie lassen sich Erbgut und Verhalten(„Taten“)   solchermaßen in Ihr Denken über „Schuld“ einbauen?).

Im emotionalen - behavioralen Bereich ist man bisher nicht sehr weit gekommen. D.h., wir haben bis jetzt nur wenig Information über Gene, resp. Polymorphismen und Mutationen welche menschliches Verhalten steuern, z. B. Alkoholismus, Aggressivität und andere Genmutationen, die hilfreich wären solches zu erklären.

Es werden sicher noch mehr werden. Damit wäre es möglich kriminelles Verhalten als Genschaden zu definieren, dies aber in Abhängigkeit und im Widerstreit von 1. der „Wirkkraft“ der Polymorphismen oder Mutationen, d.h. ihrer neurogenetischen Dominanz und 2. von den „kulturellen“ Ausformung von Hemmmechanismen , der moralisch- ethischen Edukation.

Bei gleicher Mutation sollte ein Kind in einer bürgerlichen westlichen Familie vielleicht anders reagieren als ein Kind z.B. im Irak oder Afrika, aber nicht einmal da bin ich mir angesichts der Epigenetik, von der wir hier nicht reden, noch sicher (s. unten), auch nicht wenn ich in westliche „Kulturländer“ sehe. Trotzdem hat die europäische Geschichte eine Kultur des moralischen Imperativs hervorgebracht, der im verlustreichen Widerstreit mit der Biologie liegt, wie unsere eigene Geschichte lehrt.

Für die dominant genomisch gesteuerten Verhaltensstörungen kann der Betreffende keine oder je nach Dominanz nur begrenzte klassische „Schuld“ übernehmen bezüglich seiner Handlungen. Mit diesem „Schuldkomplex“ müssten wir umgehen lernen, sobald die Sequenzierung und Definition der Polymorphismen und Mutationen in größerem Umfange im Straffall möglich wird.

Hier hätten wir also eine erste Komponente des „Freien Willens“, die Singer, Roth und Markowitsch (Folie) beschäftigt. Diese haben als Neurobiologen aber noch nicht die neuen genetischen Daten zur Hand, um das, was sie „Freien Willen „ nennen am Grunde der Menschwerdung zu benennen. MRT und neurobiologische Untersuchungen des Gehirns beschreiben neuronale Bewegungen und Muster unter verschiedenen apperzeptiven und kognitiven Umständen in bestimmten Gehirnarealen, aber noch keine Kausalität derselben, die uns in der Interpretation des Menschen und seines Verhaltens weiterhelfen würden.

Sie erkennen schon jetzt, dass Veränderungen im Genom (DNA), die Denken, Emotionen und Phänotyp = Gestalt des Menschen, bestimmen, ganz alte langreichweitige Komponenten in der Hardware der Menschwerdung sind, außer z.B. schnell erworbene Mutationen durch äußere Einwirkungen wie z. B. Strahlung (Fukushima) = „Programmschieber“ (s.V.).

So recht werden wir damit gegenwärtig die neurogenetische Komplexität des Verhaltens der Menschen noch nicht zufriedenstellend erklären können. Eigentlich sollten solche erwiesenermaßen negative Genveränderungen nach den Darwin’schen Gesetzen von selbst auslöschen. Das ist aber nicht der Fall und man darf wohl annehmen, dass sie eher zunehmen, jedenfalls mit der Vermehrung der Menschenmassen von 2 auf bald 9 Milliarden. Umso mehr ist eine wegweisende Sequenzierung des Genoms bei Gewalttätern erforderlich.

Im klassisch medizinischen Denken handelt es sich beim „Bösen und den bösen Taten“, wenn diese durch Genpolymorphismen und Mutationen der DNA sequenziert und aufgeklärt werden können formal um „Erbkrankheiten“.

Solange wir diese noch nicht diagnostizieren und behandeln können, müssen die gegenwärtig zur Anwendung kommenden „Strafmaßnahmen“ angemessen erscheinen. In naher Zukunft wird man aber das Genom von „Gewalttätigen“ eben sequenzieren, um dies festzustellen. Entsprechende Studien laufen schon.

Soviel zur DNA , der evolutionären Hardware der Menschheit, dem 1. Genetischen Code.

 

Biologie ist in den Modifikationen der DNA codiert.

Die Epigenetik, der 2 genetische Code

Viel bedeutender aber als die Evolution der Hardware DNA (Genom) für die behaviorale Menschwerdung ist das vor 10 Jahren entdeckte Epigenom,- der 2. Genetische Code.

Um im Bild zu bleiben, also die „Software“, die im Hardwarebaukasten des Genoms, die Genexpression regelt. Das ist das echte Lebensspiel des Erbgutes mit dem Menschen vor seiner Geburt, nach seine Geburt und entlang seiner Biographie, die er dann sogar vererben kann und das ist das aufregend Neue in der Evolution des Menschen und seines Verhaltens. ( s.V.)

Damit ist gemeint, welches Gen abgerufen wird und wie aktiv oder inaktiv ein Genabschnitt, der für bestimmte „Aktionen“ codiert, ist. Wie werden Genabschnitte programmiert, welche Software bedient sie?. Hier haben wir eine unerhörte Vielfalt der Programmierung unmittelbar postnatal und ab dann sehr bedeutend in den ersten Lebensjahren bis zur Pubertät. Aufregend ist das in der Reifung unserer fortpflanzungsbestimmenden Erbmasse, -Eizellen und Samenzellen. Deren Genetik wird extrem intensiv von der ablaufenden behavioralen Biographie und deren Umwelt beeinflusst. Hier geschieht fast Unglaubliches für die Zukunft des Individuums und der Gesellschaft.

Und nochmals: Solche biographischen Genexpressionsänderungen werden vererbt, sie werden Geschichte.

Im Erwachsenenleben ist das Epigenom in geringerem Umfange noch modulierbar. Interessant ist, dass der missachtete Genetiker Lamarck (http://de.wikipedia.org/wiki/Lamarckismus) seinerzeit behauptet hat, dass die epigenetisch erworbenen Genveränderungen vererbbar sein sollten. Das wurde über mehr als 2 Jahrhunderte von der Wissenschaft abgestritten. Heute wissen wir durch epigenetische Forschung, dass Biographie vererbt wird,- eine Revolution, die gerade im Hinblick auf unser Thema erheblichen Zündstoff birgt. Biographie ist vererbbare genetische Umprogrammierung, die an Kinder und Kindeskinder weitergegeben wird.

Das Epigenom ist die Programmierung der individuellen Menschwerdung, also der Biographie. (s. V.)

Ich denke, nun wird es interessant für das „Böse, die böse Tat und Schuld“

Schon jetzt darf ich sagen, dass aus biologischer Sicht diese Begriffe irrelevant werden könnten für die normative Organisation unserer Gesellschaft und ihrer Gerichtsbarkeit. Es könnten und sollten andere Mittel und Denkweisen entstehen „Strafe“ neu zu definieren?

Ich empfehle dringend das Buch von Spork zu lesen:

http://www.peter-spork.de/66-0-Der-zweite-Code.html

als Einführung in die Epigenetik.

 

 

Biologie ist in dynamischen Informationsnetzwerken programmiert

Der 3. Code,- der „Dynamic Code“

Nun besteht am Schluss immer noch die Frage: wie kommt die Information unserer 5 Sinne, unserer Biographie in die Regulation des Epigenoms? Hierzu haben ich und andere den 3. Code, den von mir so bezeichneten „Dynamic Code“ entdeckt. (s.V.) . Dieser transportiert in deterministisch codierten Mustern von hormonalen Messenger alle Informationen unserer 5 Sinne durch die Zellmembran in die Zellkerne unseres Körpers und regelt dort die epigenetische Genexpression. Diese Codierung von Dynamik ist eine faszinierende Physiologie des Lebens. Alles, was wir erleben wird unmittelbar und sofort in komplexe nichtlineare Codierung der Oszillationen von Informationsboten „programmiert „ wie in einem Netzwerk von BIG DATA in den „Servern“ unseres Körpers und des Zentralnervensystems .Diese Codierung gehorcht ebenso wie die Konstruktion der DNA strengen mathematischen Gesetzmäßigkeiten. Sie geben den Takt aller Informationen der 5 Sinne an die intrazellulären Wegstrecken zum Zellkern und dessen DNA weiter. Dort wird dann die epigenetische Verschaltung diese Informationen an der DNA bewirkt. Wir und andere haben diesen Code in mathematischen Analysen an Supercomputern aus langen Messreihen dargestellt. Der „Dynamic Code“ ist die Transformation von Umwelt in Leben, die mathematische Strenge des Zufalls an den nicht voraussagbaren Verzweigungen des Lebens.

„ Sehen“ kann man das z. B. im EEG und den MRT Bildern des Gehirns und unserer Organe. Vorstellen kann man sich das am ehesten als das Wellenbild auf der Dünung des Meeres und dessen Bildern im Sand.

Es gibt Bemühungen diesen „Dynamic Code“ zu manipulieren (s.V.), was mit moderner Mikro- Chip- und IT Technologie in den Bereich des machbaren gerückt ist. Damit würde es möglich, die Epigenetik des Verhaltens zu steuern. Es finden auch Studien in der pharmazeutischen Industrie statt, dies mit „Pharmaka“ zu tun. Ritalin ist ein anschauliches Beispiel, von anderen Stoffen, die auf Veranlassung des Pentagon entwickelt wurden, um z.B. Gedächtnis zu modifizieren, haben Sie sicher gehört. Ebenso spannend sind die Untersuchungen von Theodore Berger, welcher bestimmte „Dynamic Codes“ in kleine Neurochips codiert hat und zeigen konnte dass man damit verloren gegangene Codes wieder herstellen kann. Ich erwähne das als Ausblick, denn so etwas ist auch bei Schwerverbrechern vielleicht denkbar anstatt „Strafe“ .

Insgesamt kennen wir voraussichtlich erstmals die gesamten Codierungsstrecken von Umwelt über unsere Sinnesorgane in die Regulation der Erbmasse eines jeden Menschen und wir müssen akzeptieren, dass diese teilweise irreversibel vererbt werden.

Biologie ist vererbbare Evolution

Nun verstehen wir, wie das Leben der Großväter und Väter die Biographie, den Körper, Leben und Verhalten der Kinder und Kindeskinder in Överkalix vererbbar fixiert.- da gibt es kein Entrinnen.

Bernhard Kegel schreibt:

http://www.bernhardkegel.de/bernhardkegel/sites/2009/epi_lp.php

„ dass ein genereller Mechanismus existiert, der Informationen über die Umwelt der Vorfahren über die männliche Abstammungslinie weitergibt“

Weiter: Bei Rattenexperimenten hatte man als erstes erkannt, dass lieblos behandelte Tiere gegenüber solches mit Zuwendung der Mutter typische Verhaltensmuster aufweisen mit ebenso typischen epigenetischen Veränderungen der Genexpression. Dazu gibt es nun Untersuchungen an Menschen. Menschen, die in der Kindheit Gewalt und Missbrauch ausgesetzt sind, werden als Erwachsene zu Gewalttätern, Depressiven oder Selbstmördern. Die Forschergruppe um Michael Meany von der McGill Universität in Montreal hat eindeutig gezeigt, dass in den Zellen des Hippocampus, also im Emotionen und Lernen verarbeitenden Teil des Zwischenhirns epigenetische Veränderungen feststellbar sind, die sich bei Kontrollgruppen nicht finden.

Aufregend sind in diesem Zusammenhang die „Posttraumatischen Belastungsstörungen“ (PTBS) z. B. auch bei deutschen Soldaten aus jüngsten Kriegserlebnissen in Afghanistan.

Untersuchungen aus Detroit zeigen eindeutig die epigenetische Verformung von verhaltensregulierenden Genen gezeigt. Diese betreffen die Gene SLC6A4, welches krankmachende Erlebnisse stumm schalten kann und MAN2C1, welches das Gegenteil bewirkt und ein PTBS auslösen kann.

http://pubmedcentralcanada.ca/pmcc/articles/PMC3246041/

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3145829/

Damit kann man heute mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass das soziale Umfeld während der biographischen Reifungsphasen der Menschen und im späteren Leben die Genexpression von Genen für Emotion, Lernen und Gedächtnis nachhaltig verändert und damit wiederum deren Verhalten. Und dieses wird weitervererbt, sogar über mehrere Generationen,- man nennt diese heute „transgenerationelle Epigenetik“.

Kommen wir zum Abschluss noch einmal zu „Das Böse und die böse Tat“ und zur Frage „Schuld“

  1. Das „Böse“ an sich ist im Genom verankert und wird entlang der Evolution weitergegeben. Durch die bald mögliche komplette Sequenzierung des Genoms eines Menschen kann komparativ ein Genmuster festgelegt werden, welches für Gewalt im Gehirn eines Menschen codieren kann. Wer ein gewaltauslösendes Gen trägt hat eine Erbkrankheit. Die Frage der Schuld erübrigt sich daher. Maßnahmen zur Therapie, Strafe und Sühne müssen neu überdacht werden.
  2. Die „böse Tat“ ist keine Psychopathie und der Täter im Hinblick auf deren epigenetische Auslösung kein Psychopath. Er trägt biogenetische Veränderungen, die geerbt oder in früher Kindheit erworben sind. Er hat sie nicht nur geerbt und, sondern er gibt sie an seine Kinder und deren Kinder weiter.

Die Diagnostik von epigenetischen Veränderungen mit modernen genetischen Verfahren macht rasche Fortschritte, ist aber nur erhellend in Zusammenhang mit einer biographischen Anamnese. Die interventionelle „Behandlung“ epigenetischer Störungen ist teilweise schon medikamentös möglich,- das ist dann keine Strafe mehr sondern eine „Persönlichkeitsrückführung“ im Sinne einer Resozialisierung.

Zuchthäuser und Gefängnisse würden kaum noch benötigt.

In meinem kommenden Vortrag beschäftige ich mich mit der sozialen Zukunft der Menschen, die in etwa 50 Jahren zu 85 % in Megacities wohnen werden. Die Architektur dieser menschlichen Superkolonien ähnelt schon jetzt Ameisenbauten, wie man an der Megacity Gwanggyo in China sehen kann, wo Wohnanlagen durchaus 100.000 Menschen beherbergen können. Gibt es eine Analogie in der "unbewussten" sozialen Ordnungsstruktur der Ameisen und deren hierarchischer Architektur zu der "bewussten" zukünftigen hierarchischen Ordnung des Menschen in Superkolonien?

Megacity12 gwanggyo green-city.jpg - 51.11 kb

Das neue Buch "Ameisengesellschaften von Niels Werber ist ein hochinteressantes Werk zur sozialen Entwicklung des Menschen und ist Grundlage meiner Diskussuion mit dem Autor. 

Ich empfehle es zu lesen.

Ich bin eingeladen einen Vortrag zu diesem Thema zu halten und bereite diesen gerade vor.

Hierzu gab es in der Vorbereitungsphase eine Korrespondenz mit Prof. Niels Werber, dem Autor des sehr empfehlenswerten Buches: "Ameisengesellschaften", die ich im folgenden widergeben  möchte. Beginn 28.7.2013

In der FAZ vom Mittwoch dieser Woche wird berichtet, dass die Hirnforschung eine neue "Spielwiese " habe. Es ist aber nicht neu, sich zu fragen , warum Menschen unterschiedlich kreativ sind, - nur die Ursache hat man bis jetzt nicht gefunden. Meiner Meinung nach ist solche Forschung aber viel wichtiger als die der Intelligenz, denn Intelligenz ist eben nicht Kreativität. Ich schneide bei Intelligenztesten nicht gut ab, darf aber behaupten, dass ich eine ungewöhnliche Kreativität besitze. Ich habe seit Kindheit beobachtet, dass ich mich an vielem "störe" ( was mich nicht immer einfach für meine Mitmenschen gemacht hat). Aber dieses "sich getört fühlen durch Widrigkeiten oder Umstände" hat nicht dazu geführt, dass ich  ein "Stänkerbock und Kritikaster" bin, sondern sofort hat mein Hirn umgeschaltet auf "wie kann man das ändern". Diese Drängen meines Gehirns kann durchaus lästig sein, auch körperlich, denn es schafft Unruhe. Ich denke es gibt Übergänge zu dem neuerdings so missverständlich rezipierten AHDS Syndrom (http://de.wikipedia.org/wiki/Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivit%C3%A4tsst%C3%B6rung).

Und so entstanden viele Neuigkeuten in Medizin, Forschung und im praktischen Alltag bis zum heutigen Tag. Ich arbeite gerade an 3 neuen Patenten.

Es wäre auch für mich sehr interessant zu wissen, wie ein solches Gehirn arbeitet, daher begrüsse ich diese Forschung.

http:www.faz.net/-gx5-764ol

Es gibt „Gott „ nicht und keinen „Gottesstaat“

 

Ang Lee hat in einem Interview gesagt:

„Illusionen sind wahrhaftiger als das Leben“

 

An diesem Satz kann ich frühere Vorstellungen von mir fortsetzen.

 Die vom Menschen erlebte „Realität“ ist reine Biologie und entstanden entlang der Evolution. Es ist eine rein menschliche Realität, andere Wesen haben eine andere entsprechend ihrer Biologie. Diese Realität ist unbestimmt, unvorhersehbar komplex- nichtlinear und grausam

Alles, was menschliches Denken und Fühlen hervorgebracht hat: Gott, Religionen, Philosophie, Ethik, Moral, Mathematik und Kunst sind „Illusionen“ der menschlichen Imagination. Jetzt trägt der Mensch diese Illusionen ins All, wenn er andere Sterne zu besiedeln beginnt. Es wird dort aber nichts anders sein als in der menschlichen Biologie auf der Erde,- alle Attribute der irdischen Biologie wird er mitnehmen und ebenso deren Illusionen.

In einer Vorlesung an der Philosophischen Fakultät der Universität Giessen vor Jahren habe ich vorgeschlagen, einen anderen Typus Mensch zu klonieren, einen ohne die im Gehirn verankerten Gene der Aggression und Gewalt. Damals gab es einen derart heftigen Aufstand im Hörsaal, dass ich die Vorlesung nicht mehr hielt. Jahre danach kam der Film Atavar.

 Die Schöpfungsgeschichte der 3 monotheistischen Religionen ist die unheilvollste Illusion des menschlichen Bewusstseins. Nicht Gott hat Erde und Menschen „gemacht“, sondern wir, die wir durch die biologische Evolution entstanden sind, haben Gott „ausgedacht „ und damit erschaffen, um aus der Realität der Biologie zu fliehen in die Illusion des Kosmischen. Der Mensch lebt in der „biologischen Zeit", das was wir als Ewigkeit Gottes ansehen ist die "kosmische Zeit," zu der wir nie Zugang haben werden, - auch nicht im "Ewigen Leben", das es als solche Vision gar nicht geben kann.

Mit Ang Lee bin ich derselben Meinung: „ es gibt keinen erschaffenden Gott“, den der Buddhismus in dem Sinne als einzige moderne Religion nicht kennt.

Wir müssen uns damit abfinden, dass Gott vom Menschen geschaffen wurde und nicht umgekehrt, ohne den Menschen, der ihn „sich ausgedacht“ hat, gäbe es Gott nicht, oder gehen wir noch ein Stück weiter. Selbst, wenn es ihn gäbe, so würde er nicht existieren, wenn der Mensch ihn nicht „erkannt“ hätte. Gott ist das Produkt menschlicher Illusionen.

 

Vor diesem Hintergrund muss eine neue Diskussion des Islam (http://de.wikipedia.org/wiki/Islam: Der Islam (arabischإسلامislām ‚Unterwerfung (unter Gott)/völlige Hingabe (an Gott)‘[1]الإسلامal-islām, ‚der Islam‘)) und des von ihm hervorgebrachten Islamismus (http://de.wikipedia.org/wiki/Islamismus ) erfolgen.

Eine völlige Hingabe an Gott, die auch die beiden anderen monotheistischen Religionen postulieren, ist die vollkommene Illusion des Menschen in seiner Sehnsucht der Biologie zu entfliehen.

Wenn es, wie ich meine, „Gott“ nicht primär gebe , dann kann es auch keinen von ihm gewünschten Gottesstaat geben, - er ist die erschreckendste Anmaßung menschlicher Illusionen. Diese haben  alle Grausamkeiten und Leiden des Menschen hervorgebracht und zwar entlang der gesamten Menschheitsgeschichte.

 

(An diesem Taxt wird weiter gearbeitet)