Mensch, Gesellschaft und Wissenschaft

Warnung: Fitnessarmbänder geben persönliche Daten weiter

In früheren Beiträgen habe ich vor der Preisgabe persönlicher Daten durch die Tracker/Fitnessarmbänder gewarnt.

http://hesch.ch/news/aus-fremden-federn/187-die-allgegenwart-der-tracker

http://hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/178-neues-in-der-zeit-zum-gefaehrlichen-wahn-der-tracker

Am 24.6. hat nun N-TV einen aufschlussreichen Test publiziert, der von einem unabhängigen Test Labor erarbeitet wurde:

https://www.av-test.org/de/news/news-single-view/test-fitness-armbaender-legen-daten-offen/

Am gefährlichsten sind Fitbit und Acer liquid leap. Diese offenbaren jedem die persönlichen Daten, die man dort eingibt. Das ist so ziemlich das Dreisteste, was auf diesem Markt geschieht, in welchem man längst die Hoheit über seine Daten verloren hat und mit welchen Firmen Geld verdienen ohne eine Lizenzgebühr zu bezahlen. Gefährlich wird es allerdings, wenn diese Daten an berufsbezogene Stellen und Versicherungen weiter gegeben werden.

Ich kann nur nochmals dringend vom Tragen der in der Testliste aufgeführten Tracker warnen.

 

Interessant ist, dass das Sony Armband am sichersten ist.

 

 

Missfelder` s Lungenembolie, warum?

 

Mit allgemeiner Erschütterung wird vernommen, dass der nur 35- jährige CDU Politiker an eine Lungenembolie vergangene Nacht gestorben ist.

http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/medizin/lungenembolie-war-die-todesursache-von-philipp-missfelder-aid-1.5232535

Hilft der oben erwähnte Artikel, alles zu verstehen? Nein!
Was kann man selbst tun, um dieses Schicksal zu verhindern?

Ich habe eben zum „Selbsttun“ bei Herzinfarkt Risiko kürzlich geschrieben

http://www.hesch.ch/medizin/news-und-news-archiv

ABSOLUT HERZ, - Do it yourself

“Sign your name across your heart”

 

 

Hier beschreibe ich meine Vorsorge gegen Lungenembolie.

Wenn ein 35 -jähriger „junger, offenbar gesunder“ Mann an einer Lungenembolie stirbt, dann ist das eine sog. „fulminante“ Lungenembolie, also ein Ereignis aus heiter hellem Himmel. Und so etwas gibt es bei „offenbar gesunden „ ohne ein Risiko nicht,- was für ein Risiko kann das sein?

Die üblichen Risiken für Lungenembolie wurden im o.a. Artikel gut dargelegt.

Für den Fall Missfelder postuliere ich eine genetische Gerinnungsstörung und zwar eine Mutation im Faktor V Leiden und evtl. noch im Prothrombin 20210 G/A Polymorphismus.

Nur so kann man sich die Entwicklung einer Thrombose vorstellen, die zu einer fulminanten tödlichen Lungenembolie führt. Nun kommen die genetischen Risikofaktoren weniger häufig vor als es zu einer Lungenembolie kommt.

Es müssen also andere Risikofaktoren bei sonst gesunden Menschen hinzukommen.

Sicher haben Sie von dem Risiko von Thrombosen bei Langstreckenfliegern gelesen. Was ist hier das Risiko?

Das SITZEN.

Ich habe kürzlich geschrieben „Sitzen ist das neue Rauchen“

http://www.hesch.ch/images/pdf/staedterundSportISPO.pdf

 

Bei einem genetischen Risiko für Thrombose ist Sitzen noch schlimmer als Rauchen für die allgemeine Gesundheit.

 

Mein Rat für das „Selbsttun“

1. Wer oftmals beruflich oder privat länger als 6 Stunden kontinuierlich sitzen muss und das nicht vermeiden kann, sollte sich einen Gentest auf eine Faktor V Leiden Mutation machen lassen. Wieviel von den 40.000 Toten in Deutschland, die an Lungenembolie sterben eine solche Mutation tragen, müsste ich noch recherchieren, - aber zu selten wird überhaupt daran gedacht, deswegen die dramatischen Todesfälle.

2. Wer eine solche Mutation trägt, sollte vor eben jenem längeren kontinuierlichen Sitzen eine Injektion von 40 – 80 mg Clexane (je nach Gewicht) selbst durchführen. Das Präparat kann ihm der Hausarzt verschreiben, der auch die Indikation und evtl. Gegenanzeige prüfen kann, und ihm auch zeigen wie man selbst leicht die Fertigspritze setzen kann. Der Träger der Mutation sollte eine solche  Injektionsspritze immer verfügbar haben in Risikosituationen.

 

(Da dieses genetische Risiko vererbbar ist, sollte man immer auch die Kinder eines solchen Risikoträgers untersuchen,- in jedem Falle die Kinder der Familie Missfelder).

 

 

 

 

 

Nachtrag zu „The Circle“:

Im Oktober hatte ich meinen letzten Kommentar zum Buch „Der Circle“ geschrieben

http://hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/165-der-circle-schluss-am-14-10-2014

Dazu dann noch ein Kommentar aus der ZEIT vom Herbst 2014:

http://www.zeit.de/2014/33/ueberwachung-dave-eggers-circle/seite-5

Ijoma Mangold lässt nichts Gutes an dem Buch, vor allem wegen der, wie sie meint, mangelnden literarischen Qualität. Das mag so sein, aber ihre Kritik an der „Vision“ des Buches ist meiner Meinung nach naiv. Sie schreibt:

Vielleicht wird das alles so kommen“, weil sie nicht denken, dass es so kommen wird oder schon da ist ( s.u.).

 

Auch der Kommentar der NZZ ist eben typisch “schweizerisch“ (man weiß ja nie, ob man nicht doch Geld in einer solchen neuen Zukunft verdienen kann?):

http://www.nzz.ch/feuilleton/buecher/nicken-und-klicken-1.18169862

Auch eine „Parodie“ auf unsere moderne Welt wird er in einer Rezension 2015 genannt:

http://lesen.abs-textandmore.de/2015/03/rezension-der-circle-von-dave-eggers/

Dies alles ist ja mehr oder weniger recht und gut, aber wenig kompetent.

Warum bewegt mich dies und meine weiteren Kommentare in der Rubrik „Mensch und Gesellschaft“ zur Überwachung so sehr?

Weil „ totale Überwachung und Transparenz“ wie im Circle beschrieben eben kein „1984“ mehr sind und keine „Parodie“ sondern in der größten Bevölkerung der Erde, in China, vom neuen Parteiprogramm gerade komplett in die Realität umgesetzt wird.

http://www.n-tv.de/politik/China-will-seine-Buerger-perfekt-steuern-article15097486.html

Die Realität hat uns also schon eingeholt und ist eben dabei uns zu überholen.

Warnung:

Dann noch ein Wort zu Deutschland. Frau Merkel weiß das alles schon längst, hat offenbar mitgemacht und vertuscht, wenn wahr ist, was aktuell berichtet wird.

Graf Lambsdorff hat seinerzeit die Korruption in Deutschland eingeführt, Frau Merkel nun vermutlich die Lüge. Mit ihrer einlullenden, gut gehenden deutschen Wirtschaft als Folge ihres allgegenwärtigen Appeasements und dem resultierenden gegenwärtigen Komfort für Land und Leute wird eine utilitaristische Grundstimmung produziert, welche das Land paralysieren wird. Glücklicherweise gibt es die gewerkschaftlichen „Störungen“. Ich stimme mit Nassim Taleb absolut überein, dass nur Unordnung, „Antifragilität“, die Kreativität eines Volkes langfristig fördern kann. Deutschland sollte nicht den Schweizer Weg wählen, „die nur von den Erschütterungen profitiert, die sich außerhalb ihrer Grenzen zutragen“. Dieses überkontrollierte Land produziert nur reiche Langeweile, eine langweilige Stabilität in einem Volk von Profitanten am Unglück der sie umgebenden Welt.

Wenn man etwas gegen die normative Staatskontrolle, welche die Big Data in USA vormachen und China nun implementiert einwenden muss, dann, dass dadurch wohl eine Weile Ruhe und Ordnung zum Wohle der jeweils Herrschenden geschaffen wird, ob dies kommerzielle Giganten oder Staatsmächte sind. Aber auf Dauer ist solche soziale Organisation destruktiv.

Die Soziale Ordnung der Menschen wird langfristig durch die soziobiologischen Ordnungsprinzipe der Evolution und nicht durch „Planung“ bestimmt.

http://hesch.ch/images/pdf/Epigenetics-and-Megacities.pdf

Gerade China in seiner langen Geschichte und Deutschland in der jüngsten Geschichte sind historisch gute Beispiele.

Version 17.6.2015

70 Jahre Ende des 2. Weltkrieges , 40 Jahre Ende des Vietnamkrieges, - das Grauen ist menschheitsbegleitend.

Ich will hier an die beiden Ereignisse erinnern und enthalte mich vorläufig weiterer Kommentare, da diese im gegenwärtigen Deutschland als nicht politisch korrekt angesehen werden könnte. Immerhin hat die Diskussion um „Völkermord“ der Türken durch den gegenwärtigen deutschen Präsidenten Gauck das Augenmerk auf andere historische und jetztzeitige Verbrechen gegen die Menschheit gelenkt. Derer gibt es noch zahlreiche, die nie gesühnt wurden und für die keine Gedenktage eingerichtet wurden.

 

http://www.voelkermord.info/

 

Deutschland und die deutsche Bevölkerung hat für seine Verbrechen gesühnt und gedenkt derer bis in unsere Tage in der 4. Nachkriegsgeneration,- gerade jetzt zum 70. Jahrestag des Endes dieser grauenvollen Zeit.

 

Und es geht fast täglich weiter mit der „Busse“ über vergangene deutsche Verbrechen,- auch da sind wir „Weltmeister“.

 

http://www.sueddeutsche.de/politik/bundespraesident-im-sz-interview-gauck-regt-wiedergutmachung-fuer-kriegsverbrechen-in-griechenland-an-1.2461218

http://www.sueddeutsche.de/politik/deutsche-verbrechen-an-herero-und-nama-dieser-schritt-ist-unvermeidlich-1.2459981

 

jetzt auch noch die Lasten des russischen Krieges:

 

http://www.n-tv.de/politik/Gauck-gedenkt-sowjetischer-Kaempfer-article15048766.html

Katyn ist nicht gesühnt:

http://www.sueddeutsche.de/politik/nuernberger-prozesse-wie-das-massaker-von-katyn-aus-der-anklage-verschwand-1.2443107

Es ist schon fast bedrückend zu sehen, wie wir uns in gerechtfertigter „Schuld“ verstricken und um uns herum und historisch geschieht nichts dergleichen.

z.B. auch jetzt:

http://www.sueddeutsche.de/politik/nuernberger-prozesse-wie-das-massaker-von-katyn-aus-der-anklage-verschwand-1.2443107

Immerhin gedenken auch andere Völker der Verbrechen am eigenen Volk:

 

Ich bezweifle die „Wirkung“ solcher gesellschaftlicher und „vorbildlicher“ deutscher Tugend. Wir erhoffen uns damit ein Recht, andere Verbrechen (siehe: http://www.voelkermord.info/) anklagen zu dürfen.

 

Die Weltgeschichte geht früher und gegenwärtig gerade in allen Kontinenten über die Verbrechen hinweg und ich werde weiter unten mein Denken dazu ausführen im Kommentar zu Vietnam, „Apokalypse Now“ und der zu Grunde liegenden Novelle von J. Conrad.

 

 

Also: Ein erst nur kurz zurückliegendes Verbrechen ist damals , vor 40 Jahren, im Vietnamkrieg geschehen, der am 30.4.1975 endete.

 

Am 30.4.2015 berichtete eine Doku im MDR 23.10 h „Apokalypse Vietnam“ über den schrecklichen Einsatz von „Agent Orange durch die USA. Des Endes dieses Grauens vor 40 Jahren wurde dieser Tage mit dem Ende des Vietnamkrieges gedacht.

In der dritten Generation seit diesem Verbrechen leiden vietnamesische Kinder an genetischen Schäden. Die Bilder, welche die Sendung zeigte sind entsetzlich.

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Agent_Orange

 

Auch der Einsatz von Napalmbomben hat schwerste Schäden an der Zivilbevölkerung hervorgerufen.

 

 

Für die vererblichen Verbrechen am vietnamesischen Volk durch Agent Orange und Napalm sollte die UNO ebenfalls einen Prozess gegen die Verantwortlichen einleiten, aber das wird nicht geschehen. Geschichte ist eine Geschichte von Macht und Allmacht,- deswegen.

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Vietnamkrieg

http://www.aref.de/kalenderblatt/mehr/vietnamkrieg_mehr.htm

 

Am 1. Mai 2015 strahlte der WDR eine bearbeitete Vollversion des Filmes: „Apocalypse Now Redux „(AR), aus. Der Film basiert auf der Novelle von Joseph Conrad: „Herz der Finsternis“. Immerwieder beschreibt Conrad das "Grauen".

Conrad selbst schreibt einen für mich und mein biologisches Denken bedeutenden Kommentar zu der Novelle einem Brief an Robert Cunningham Graham im Jahre 1899:

„Der Mensch ist ein bösartiges Tier. Seine Bösartigkeit muss organisiert werden. Das Verbrechen ist eine notwendige Bedingung der organisierten Existenz. Die Gesellschaft ist ihrem Wesen nach kriminell, sonst würde sie nicht existieren. Der Egoismus rettet alles absolut alles –, was wir hassen, was wir lieben. Und alles bleibt so, wie es ist. Ebendies ist der Grund, warum ich die extremen Anarchisten achte. ‚Ich erhoffe die allgemeine Ausrottung‘ – sehr gut. Das ist gerecht, und, mehr noch, es ist klar. Wir gehen mit Worten Kompromisse ein. Es hilft uns auch nicht weiter. Es ist wie ein Wald, in dem niemand den Weg kennt. Man ist verloren, während man noch ruft: ‚Ich bin gerettet!‘“

 

Immerhin gedenken aus andere Völker ihrer Greueltaten. Die letzten Pol Pot Verbrecher standen in einem von der UNO initiierten Gerichtsverfahren vor Gericht.

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/asien-und-ozeanien/Pol-Pots-Fuehrungszirkel-vor-Gericht/story/12771764

 

Bei diesen Überlegungen beschäftigt mich wieder die Frage, was ist gut und was ist schlecht in der menschlichen Gesellschaft?

Dazu habe ich auf einem Philosophenkongress in Hannover einmal die Frage formuliert:


" Was ist besser als was gemessen an was " ?

Eine Antwort darauf gab es bis heute von niemandem. Es braucht nach meinem jetzigen Denken keine Antwort mehr auf meine Frage, da sie ausserhalb der Naturwissenschaft unbeantwortbar ist. Eine Ethik der Messsysteme , die das "Bessere"  in der empirischen Welt des Bewusstseins des Menchen messen könnte, haben wir nicht. Als "Ausflucht aus dem Grauen" exisiert eine solche nur im "Prinzip Hoffnung“, für das es aber keine biologische Realität im Leben der Menschen gibt. Sie existiert nur als Fiktion des menschlichen Bewusstseins wie bei Nishida: "Über das Gute“.

Es gibt nichts Besseres, an dem man das "Bessere", was es eben im empirischen, nicht naturwisschaftlichen Leben der Menschen nicht gibt, messen könnte, - es bleibt nur eine Fiktion der Flucht aus dem Leiden, aus dem "Grauen". Darüber werde ich in meinem nächsten Beitrag" Meine Sicht der Welt " nachdenken.

Zurück zum Thema: Eine wie auch immer geartete „Wiedergutmachung und Sühne“ für das  "Grauen" im Leben der  Menschen ist Fiktion. Es gibt nur Fluchtwege für "Begünstigte"  in deren individuellem Leben, wenn man die Chance hat, solche ergeifen zu können,- ich zähle mich dazu.

Das aber ist die grösste biologische Ungerechtigkeit unter den Lebenden.

 

Ich bin nach wie vor überzeugt von meiner Theorie, dass der Mensch ein Produkt der biologischen Evolution des folgenden Prinzips in der Natur ist: “Fressen und gefressen werden“. Der stärkere siegt in der Evolution immer. Man kann das täglich in der Tierwelt in „natura“ sehen und Conrad hat das "Tier im Menschen"  und das Grauen daraus beschrieben.  In der Welt der Menschen gibt es für die Schwachen den Trost der Religionen für ein  „Leben nach dem Tod“  und den „Himmel“.

Die Deutschen haben aus ihrem „Grauen“ gelernt für eine Weile,- andere haben daraus nichts gelernt. Für den Rest der menschlichen Gesellschaft geht es weiter wie bisher.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Individuum Based Medicine“

Mit geradezu überwältigender Geschwindigkeit wird meine frühe Vision einer „ Individuum based Medicine“ jetzt umgesetzt.

Vor genau 25 Jahren hatte ich erstmals eine systemtheoretische Sicht von „Gesundsein und Kranksein „ entworfen, die man nachlesen kann in folgendem Buch:

http://www.amazon.de/macht-Menschen-krank-kritische-Analysen/dp/3764325836

Ich beschrieb, wie dynamische Vorgänge in der nichtlinearen komplexen Regulation der Biologie sich der Genregulation mitteilen.

Im Jahre 2002 habe ich dieses Konzept noch einmal ausgeführt.

http://download-v2.springer.com/static/pdf/368/art%253A10.1007%252FBF02947459.pdf?token2=exp=1427980810~acl=%2Fstatic%2Fpdf%2F368%2Fart%25253A10.1007%25252FBF02947459.pdf*~hmac=bd3117d16460f4807b9cd6b5728126337bf3db67cd91350c065168831673f37f

 

In meiner Antrittsvorlesung an der Universität Konstanz habe ich ein prädiktives System der Medizin unter dem Titel „Handeln durch Lernen aus der Zukunft beschrieben. Dort habe ich den von mir formulierten „Dynamischen Code“:

http://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-1-4684-7847-1_7

http://academic.research.microsoft.com/Publication/56203711/nonlinear-analysis-and-prediction-of-pulsatile-hormone-secretion

mit dem genetischen Code zusammengefügt und jüngst noch die Epigenetik mit einbezogen.

http://www.hesch.ch/images/pdf/Epigenetics-and-Megacities.pdf

Inzwischen wurde dieses Konzept extrem erweitert und zu einem integralen Ganzen zusammengeführt unter Einbezug sämtlicher individueller Daten eines Menschen einschließlich dessen Genom und Epigenetik (Erbe und seine Regulation), seinem Proteom (Eiweißzusammensetzung) und Metabolom (Stoffwechsel), um Krankheitsursachen und Therapie zu einem holistischen- individuellen Ganzen zusammenzubringen. Die bisherigen Grenzen lösen sich auf zu einem Ganzen. Endlich soll es möglich sein für jeden einzelnen Menschen ein „biomolekulares Konzept des Individuums“ vorzulegen und danach zu „Handeln“.

Ausgehend von den USA, wo Präsident Obama dieses neue Medizinkonzept „Präzisionsmedizin“ genannt, zieht aber nun Deutschland nach.

In Tübingen hat Prof. Malek ein „Zentrum für personalisierte Medizin“ aufgebaut, welches genau all diese Ziele verfolgt mit einem Zusammenschluss von Grundlagenforschung und Kliniken zu einem Systemnetzwerk.

https://www.uni-tuebingen.de/forschung/exzellenzinitiative/plattformen/personalisierte-medizin.html

http://www.uni-tuebingen.de/aktuelles/pressemitteilungen/newsfullview-pressemitteilungen/article/universitaet-und-universitaetsklinikum-tuebingen-gruenden-zentrum-fuer-personalisierte-medizin.html

 

Klar gehen wir hier auf den „gläsernen Menschen“ zu, aber vergessen wir nicht, dass ein Großteil der Menschheit heute schon individuelle Personen- und Gesundheitsdaten öffentlich den Big Data Unternehmen naiv und ohne Argwohn zur Verfügung stellt,- was ich hier mehrfach dargestellt habe.

In den Zenten für personalisierte Medizin wird in Zukunft streng auf eine Unzugänglichkeit Dritter auf persönlicher Daten geachtet.

Ich freue mich zu sehen, wie ein 25 Jahre altes Konzept zu einem großen Ganzen zusammenwächst.

 

 

 

 

 

Immer wieder kommen mehr  widerrechtliche Ungeheuerlichkeiten zur Überwachung des Einzelnen durch die Big IT Companies an den Tag. Was jetzt über facebook publiziert wird , ist eine weitere Schande. <ich habe mein facebook Konto schon lange gelöscht, aber ich bin sicher, dass es weiter auf deren Rechnern läuft.

Ich habe schon in früheren Beiträgen darauf hingewiesen, dass die allgemeine, die kommerzielle und die politische Überwachung wie eine Hydra  ausgeufert ist, dass wie auch immer geartete Kontrollen durch früher hier beschriebene Instanzen eine naive Illusion sind.

„Überwachung“ von Bürgern ist wie eine Seuche von freigesetzten Keimen,  für die es kein Antibiotikum mehr gibt und welche  für die geplanten Gegenmittel ebenfalls schon resistent sind.

http://www.theguardian.com/technology/2015/mar/31/facebook-tracks-all-visitors-breaching-eu-law-report

Auch der von mir und anderen propagiert „Handel“  mit meinen eigenen Daten wird ins Leere gehen, weil immer mehr Menschen ihre Daten sowieso kostenlos und ohne Argwohn ins Netzt stellen, ohne Geld dafür zu verlangen.

Frech ist die neuerdings von den Big Data geforderte „Bezahlung“ für die Löschung von eigenen Daten, - also drehen sie den Spieß einfach gewissenlos um.

 Am gefährlichste sind die Gesundheit-Tracker: da geht es wie schon geschrieben an die persönlichste Biographie.

Ich werde hier demnächst noch zu der „individualisierten Medizin“ kommentieren, aber auch da ist die Entwicklung sogar in Deutschland zu weit fortgeschritten.

Die von mir propagierte „Verweigerung“ wird einfach nicht mehr möglich sein, weil ohne Hergabe oder einfache „Abnahme“ von eigenen Daten bis zum eigenen Erbe (Genom) man sich aus dem System kickt und in eine soziale Unterschicht rutscht.

(Bericht folgt)

Zum bisherigen:

http://hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/171-neues-zur-ueberwachung

passt ein neuer Artikel, der uns zeigt , wie weit die Überwachung in unser Alltagsleben eindringt:

http://www.gizmag.com/denmark-city-blip-tracking/35237/?utm_source=Gizmag+Subscribers&utm_campaign=a66e4d811a-UA-2235360-4&utm_medium=email&utm_term=0_65b67362bd-a66e4d811a-90429741

 

In Alborg Dänemark werden  Kunden überwacht, wo und was für Einkäufe sie tätigen. Dass da Datenschutz erwähnt wird , dient zur Beruhigung der ohnehin "ruhigen Bevölkerung", die zurZeit allenfalls mit Pegida und deren "Gefahren" beschäftigt ist.

Von wo aus droht uns reale Gefahr? Kann man das heute noch realistisch analysieren in einer Welt, die offenbar zunehmend gefährlich wird.

Was meinen Sie?,  bitte schreiben Sie mir unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

http://www.zeit.de/wissen/2014-12/fitness-armband-technologie

Nun hat sogar Gero von Randow von der ZEIT gemerkt, dass die Fitnessarmbänder das Risiko der Freigabe persönlicher Gesundheitsdaten tragen, wie ich das schon länger angemahnt hatte:

http://hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/161-von-der-dummheit-unserer-gesundheitsminister-datenbeauftragten-und-der-gesellschaft

Das ist keine „Rechthaberei von mir, sondern mich treibt die ehrliche Sorge um, warum niemand den vom Markt gesteuerten Wahn der Fitnessbänder (Tracker) und Freigabe die aller persönlichen Daten zur kostenlosen Nutzung durch Versicherungen, Pharmaindustrie, Big Data stoppt. Am risikoreichsten ist die Freigabe von solchen Daten zur Bewertung relevanter Gesundheitsdaten im Arbeits- und Berufsleben, was mit Sicherheit zu Diskriminierung führen wird.