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http://de.wikipedia.org/wiki/Bernardo_Bertolucci

Bernardo Bertolucci ist ein begnadeter Filemacher, Sexualität und ihr Aufkommen nach der Pubertät beschäftigt ihn seit langen Zeiten. Jetzt, da er im Rollstulh sitzt, sieht er die Welt wieder aus der "Sicht" der Kinder:

"Jetzt bin ich wieder in Augenhöhe mit den Kindern". Er kommt nicht weg von der Adoleszenz, in der nichts entschieden und noch alles möglich ist. Erwachsenwerden ist der Tod der Freiheit. Siehe mein Artikel "Rebell sein" http://www.hesch.ch/visionen/rebell-sein

 

 

Ich kann der Kritik in der ZEIT nicht zustimmen:

http://www.zeit.de/2013/44/film-exit-marrakech-caroline-link

Warum immer dieses pseudointellektuelle ansprüchliche Nörgeln an einer immer wieder ergreifenden Geschichte, die mir selbst widerfahren ist, die jedem Sohn- Vater Verhältnis irgendwann widerfahren muss, sonst gibt es kein solches Verhältnis, an einer teilweise kunstvollen Photographie und an den exzellenten Darstellern. Besser kann man ein „altes „Thema nicht porträtieren, es ist halt ein altes Thema und seine Dramaturgie ist oft genug „kitschig“, wenn man denn diesen Ausdruck benutzen muss („Was ist Kitsch“,- frage ich schon lange ohne Antwort). Wenn man damit eine direkte „Gefühlsansprache“ ohne Kontrolle des westlich analytischen Verstandes der permanenten Wertung an „Kultur“ meint, ja dann hat es Emotion in unserer Gesellschaft und unter den „Intellektuellen“ Mitmenschen und deren Denkwelt schwer.

Die Geschichte ist einfach strukturiert, wie eben das komplizierte Leben so sein kann und die Bilder sind teilweise grandiose Malerei in den langsamen Szenen.

Ich kenne Marrakech selbst sehr gut und fand mich dort im Film sofort wieder,- ich kann den Film vorbehaltlos empfehlen.

 

Bei der Vorbereitung zu meinem Vortrag über „Megacities“ bin ich auf 2 interessante Literaturstellen gestoßen.

Ich bin ja der Meinung, dass die Evolution der Menschen gegenwärtig alles organisiert um das Leben der „Menschenmassen“ in den Megacities eusozial hierarchisch zu organisieren,- nicht wie bei den Ameisen, deren Analogie dazu ich beschrieben habe. Die eusoziale Organisation der Menschen ist wegen des den Menschen eigenen „Bewusstseins“ viel komplexer.

Das „Netz der Zukunft“ ist schon gegenwärtig und weitet sich aus zu einer allumfassenden „Überwachung“ und schon organisierten „Manipulation“ der Menschen. Das ist komplett unterwegs im Alltag, in der internationalen Politik, in der Presse, im Marketing, im TV, in den großen IT Firmen wie  Microsoft, Google, Facebook u.a. China hat jetzt schon den größten Supercomputer der Welt und nutzt ihn, um in real time alle Daten der Menschen im Netz abzugreifen.

Der Transhumanismus dient der Implantation von Chips, um Menschen in Megacities in ihrem sozialen Verhalten, ihrer Arbeitsweise, ihrem Stoffwechsel und Sexualität inklusive Reproduktion zu steuern.

Das ist alles schon da und ,- wie in einem intelligenten Kommentar zu Obermann geschrieben, es wird alles gemacht, was vorhanden ist,- das ist biologische Evolution während wir uns seit Jahrhunderten und noch immer in den Illusionen von Denken, Philosophie und Metaphysik die Welt träumen, die es nie gegeben hat und nicht geben wird.

http://www.huffingtonpost.de/rene-obermann/das-netz-der-zukunft_b_4070871.html

http://www.zeit.de/digital/internet/2013-10/biohacker-tim-cannon-quantified-self

http://grindhousewetware.blogspot.fr/2013/08/listen-to-this.html

Marcel Reich- Ranicki (MRR)

Vor dem Tod über den Tod,- das letzte Interview mit 92 Jahren

reich2

http://www.focus.de/kultur/buecher/tid-33605/das-letzte-gespraech-mit-marcel-reich-ranicki-sich-mit-dem-tod-auszusoehnen-ist-unmoeglich_aid_1104911.html

Als ich heute morgen aufgewacht bin, war sie wieder da, die Erinnerung an den Tod, die ich seit Jahren erlebe. Traumloses Schlafen ist wie Tod, man weiß nichts, alles ist abwesend von sich und so wird es denn auch sein. Es gibt keine Erinnerung und „es gibt kein Weiterleben nach dem Tod. Das ist Wunschdenken…Es hat keinen Sinn sich selbst zu betrügen. Religion ist wie eine Brille, die den Blick auf die Wirklichkeit trübt“ die bittere Realitäten hinten einem milden Schleier verschwinden lässt“.

In seinem letzten Interview hat MRR in seinem unbarmherzig-luziden, ehrlichen Denk- und Schreibstil alles gesagt , „ Sich mit dem Tod auszusöhnen ist unmöglich“.

Ich muss nicht sollen,

Ich will können dürfen

Thomas Lindemann hat in einem Artikel ernst- kritisch und zugleich ironisch über die nicht mehr so ganz neuen "Spiele" in Computern und Konsolen geschrieben. Diese sind an mir vorbeigegangen und ich bedaure das. Hier ist neben den bekannten Kulturaktivitäten: Schreiben, Theater, Film, Musik, Oper, Malerei,  unter einer modernen Jugend getrieben durch eine absichtsvolle Industrie (Sony, Mircosoft) eine völlig neue Kultur entstanden, die der "Kulturbetrieb" noch gar nicht rezipiert, deren Teilnehmerzahl und Budget jetzt schon höher ist, als in der "klassischen" Kultur.

Life of Pi

Der Film:

http://de.wikipedia.org/wiki/Schiffbruch_mit_Tiger

brachten mich wieder dazu meine früheren philosophischen Themen neu zu überdenken.

Insbesondere das Interview mit dem Regisseur Ang Lee im Spiegel und sein Satz „Illusionen sind wahrhaftiger als das Leben“ und die Diskussion was Gott, Leben und Realität sind gab mir neu zu überlegen:

http://www.spiegel.de/kultur/kino/ang-lee-im-interview-ueber-seine-bestseller-verfilmung-life-of-pi-a-874348.html

Ich habe daher ältere und neue Überlegungen weitergeführt Diese werden an anderer Stelle der Website publiziert, siehe Mensch und Gesellschaft.