Gerade habe ich über das Buch von Krauss in „Bücher, Musik und Kunst“ berichtet, in welchem Kraus einen „Beweis gegen Gott“ beschrieben hat. Da erscheint dann im SPIEGEL vom 9.9.2013 ein Artikel, dass der österreichische Mathematiker Gödel:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_G%C3%B6del

einen mathematischen Gottesbeweis um 1941 begonnen hatte, aber erst 1970 publizierte:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/formel-von-kurt-goedel-mathematiker-bestaetigen-gottesbeweis-a-920455.html

nachzulesen unter:

http://arxiv.org/abs/1308.4526

Gott könne man also durch „Denken“ mathematisch beweisen?

Der Philosoph Markus Gabriel (ZEIT Philosophie Nr. 25, 2013, Seite 45) schreibt „Können wir die Welt denken“ und er zeigt die Grenzen des menschlichen Denkens:“Es gibt einfach keine Regel und kein Gesetz, die für alles Genannte zuständig sind.“ Das heißt: «Denken können Menschen nur in den biologisch vorgegebenen Dimensionen der Evolution ihrer selbst auf der Erde» (Hesch).

Menschliches Denken, kann eine „Imagination Gott“ zwar gemäss Gödel als „Wesen, das alle positiven Eigenschaften auf sich vereint“ hervorbringen, dieses aber ist gemäss der Eigenschaft des menschlichen Denkens ein logisches Denkkonstrukt. Das kann man von mir aus auch als „Beweis“ gelten lassen, aber das geht eben nicht über die von uns Menschen angenommene Logik unseres begrenzten Denkens der Welt hinaus. Letztlich kann man mit dieser Mathematik beweisen, dass der Mensch „glauben“ kann.

 

Ohne menschlich- denkende Imagination gäbe es Gott nicht und nur in diesen Grenzen mag er existieren. Damit kann man aber für die biologisch- soziale Evolution der Menschen auf der Erde nun gar nichts anfangen oder ableiten. Diese gehorcht nicht den logischen Gesetzen menschlichen Denkens, sondern einem nichtlineareren komplexen Formalismus der Natur, deren Teil der Mensch ist und dort existiert und „denkt“ er.

Unter biologisch- evolutionären Gesichtspunkten ist „Denken“ relativ unbedeutend oder gar „sinnlos“, wenn man denn einen Sinn in der eusozialen Evolution des Menschen überhaupt suchen will.

Alle Erfindungen des Menschen sind nicht „vorgedacht“, sondern „biologisch evolviert“,- freier Wille ist nach Singer, Prinz und Markowitsch sowieso eine Illusion ,- und so ist Gott eine.