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„Die Neudefinition des Geschlechts“

http://www.spektrum.de/news/die-neudefinition-des-geschlechts/1335086

 

„Mit anderen Worten: Wenn Sie wissen wollen, ob jemand männlich oder weiblich ist, scheint es das Beste zu sein, einfach nachzufragen“, schreibt der  Sexualforscher Vilain.

Seit Jahrtausenden versteht sich die Menschheit als aus Mann und Frau bestehend, heterosexuell und sich fortpflanzend.

Homosexualität gibt es „natürlicherweise“ ebenso lange, aber sie wurde als ein „Irrtum der Natur“ verstanden und entsprechend gesellschaftlich ausgeschlossen (nur die katholische Priesterschaft, die zu 75 % homosexuell ist, hat Homosexualität bis heute „verdammt“ und sich damit selbst moralisch gegenüber der Gesellschaft kompromittiert).

Die biologische, endokrinologische und molekulargenetische Forschung zur Definition des menschlichen Geschlechtes  hat seit etwa 20 Jahren umwälzende Erkenntnisse erbracht. Man kann heute mit Recht sagen, dass Geschlecht und Sexualität ein biologisches und molekulargenetisch hormonal gesteuertes Kontinuum sind. Es gibt eine überwiegende Mehrheit von „klassischen“ XY Männern und XX Frauen, aber dazwischen gibt es durch „Sprünge“ und Umlagerung am Genom, Modifikationen der Genepression und epigenetische Modifikationen bestimmter Gene  ein großes Spektrum an körperlicher Geschlechtsexpression, sozialem und sexuellem verhalten.

Die Wissenschaft  gibt uns also ein völlig neues Bild der Definition des somatischen und behavioralen menschlichen Geschlechts.

 

Die Gesellschaft, ihre Gesetzgebungen indes und die großen Religionsgemeinschaften hinken um Jahre hinter diesen Erkenntnissen her. Christentum und Islam behindern jegliche wissenschaftliche Erkenntnis auf diesem Gebiet.  In den USA wird diese Wissenschaft von einem großen Teil der Bevölkerung sogar völlig abgelehnt, weshalb es dort zu erheblichen sozialen Verwerfungen kommen kann .Interessant aber die  gegenwärtige gesetzgeberische Entwicklung zur Homosexualität in dem sonst prüden Land.

„Conchita Wurst“ kommt das Verdienst zu, eine gesellschaftlich längst fällige Diskussion der wissenschaftlichen Erkenntnisse  mit all ihre widersprüchlichen Facetten über Kontinente , Religionen und Staatsformen hinweg  angestoßen zu haben.

Freilich Akzeptanz und Toleranz gegenüber der Wissenschaft setzt weitgehend demokratische soziale Strukturen voraus,- deswegen werden noch viele Menschen auf der Welt an der mangelnden Akzeptanz ihres Geschlechtes leiden müssen.

 

 

 

 

Fragmente zum geplanten Titel „Meine Sicht der Welt“

 

Bei der Vorbereitung des geplanten Artikels bin ich auf einige  Publikationen (Frgamente)  gestoßen, die ich in den Beitrag einarbeiten werde und die ich vorab zum Lesen empfehle.

 Fragment 1

WIRED 07-08.15 Seiten 98 ff:

„Googles Superhirn „

Demis Hassabis.

 

Fragment 2

http://www.researchgate.net/post/Reality_Doesnt_Exist_Until_We_Measure_It_Is_the_entire_world_an_illusion

 

„Die Welt existiert nicht, außer wir können sie messen, der „Rest“ ist eine Illusion.

Originalpublikation:

http://www.nature.com/nphys/journal/v11/n7/full/nphys3343.html

 

Fragment 3

Für die politische Willensbildung länderübergreifend werden neue « Volks- und Populationsformen » ohne die klassischen Staatsgrenzen entstehen, die ich « Googloide » nennen möchte.

Deren politische und rechtliche  Willensbildung kann von den Big Data gestaltet werden unter Umgehung von Regierungen, Parlamenten  und klassischen Staatsgrenzen.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-digital-debatte/algorithmen-beeinflussen-politische-willensbildung-13735791.html

 

Lieber Leser,

ich bin im Ausland im Urlaub und arbeite an einem Artikel "Meine Sicht der Welt" ,- ein etwas , sagen wir einmal, "anspruchsvoller" Titel und deswegen dauert das Denken darüber etwas länger. Ich bitte um Nachsicht.

 

Lesenswert

 

Akademie

 

Schon länger macht sich die Meinung breit, dass unsere Universitäten “geschützte Behinderten” Werkstätten sind. Kritik wird an der deutschen „Überakademisierung“ geübt und die klassischen deutschen Tugenden „Handwerk und  Kreativität “ vernachlässigt werden zu Gunsten von verbildeten „Theorietrotteln. Am ausgeprägtesten bei BWL und der teuren Unsitte des „Consulting“ ohne eigene Erfahrung im praktischen Manövrieren von Geschäften und Betrieben. Aber auch in der Medizin macht der Utilitarismus sich zu Lasten der Patienten und des empathischen Kleinbetriebes breit.

 

Es muss wieder verstanden werden, dass Universitäten vorwiegend zum eigenen Forschen und nicht um „ Wissen Dritter zu kommunizieren“ (man kann es auch „Schwatzbude nennen) da sind.

 

http://m.welt.de/debatte/kommentare/article141484541/Die-Unis-produzieren-Theorietrottel-und-Langweiler.html

 

http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/campus/forschung-medizinstudium-13452626.html

 

http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/ethik-in-der-medizin-irrwege-der-heilung-1.2491151

 

 

 

 

 

Überwachung

 

Ergänzend zu meinen kritischen Anmerkungen zur Überwachung gibt es interessante neue Informationen.

 

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/ueberwachung-overexposed-von-paolo-cirio-13607673.html

 

http://www.spektrum.de/news/wie-digitale-transparenz-die-welt-veraendert/1347106?utm_source=zon&utm_medium=teaser&utm_content=news&utm_campaign=ZON_KOOP

 

 

 

http://hesch.ch/news/alle/166-eric-schmidt-sigmar-gabriel-jaron-lanier-dr-a-merkel-und-social-freezing

 

Gesellschaft

 

Bemerkenswert ist ein Interview mit Larry Page (Google) in der ZEIT, auf das die Reporter seit Jahren warteten:

 

http://www.zeit.de/2015/21/larry-page-google-gruender

 

Der einflussreichste Unternehmer der Welt hat sich eine Missionsaufgabe gestellt und ist ein klassischer Weltverbesserer. Vor diesen Ambitionen in der Weltgeschichte habe ich immer wieder gewarnt. Nun hat Google ohne Zweifel mit seiner Suchmaschine enorme „Verbesserungen“ in der sozialen Kommunikation der Menschen gebracht, aber sein Gründer geht weit darüber hinaus genauso wie der von Facebook . Der Erfolg ihrer Anfangsprojekte hat sich losgelöst von deren Idee und der Erfolg machte sie gierig darauf, was man mit Geld alles machen könne, wenn man genug Phantasie und Skrupellosigkeit hat.

 

Beide wollen die Welt “ verändern/ verbessern“ Page begibt sich mit seiner monetären Universalkontrolle in immer neue Gebiete  (Medizin, Weltraum, Weltenergie, Mobilität , Roboting und neuerdings Google Deepmind .Dort träumt er mit Stephen Hawkins von einer künstlichen Intelligenz, die unsere Leben , Denken und Emotionen kontrolliert.   Was also plant er:
„"Das Problem der Menschen (zu lösen), denen es schlecht geht, weil sie am falschen Platz geboren sind. Da ist auch das größte Geschäftspotenzial. Milliarden Menschen haben kein Geld. Das ergibt keinen Sinn und hilft niemandem."

 

Es geht also schon darum, die Google- Milliarden gut in die menschliche  Gesellschaft zu investieren und diese nach seinen Vorstellungen zu verändern.

 

Zuckerberg  mit Facebook ist dabei die komplette Transparenz schaffen.

 

Da kommt dann noch das „Genome Engineering „ hinzu und es entwickelt sich eine ganz neue „Humanität“ , eine menschliche Rasse mit einem Design Genom und einer sozialen Ordnung durch Big Data.

 

 

 

http://hesch.ch/news/savoir-vivre/196-nachtrag-zu-http-www-hesch-ch-news-savoir-vivre-192-genome-engineering-bei-menschen-der-neue-mensch

 

http://hesch.ch/news/powerpoint-praesentationen/115-epigenetics-and-megacities-vortrag

 

Bitte, das ist kein „Zukunftstext“, wie ich es immer wieder höre, wenn ich das im Freundeskreis anspreche: Es ist alles da und breitet sich langsam aus. Ich bewerte diese Entwicklung nicht, da ich keinen Bewertungsmaßstab habe, den es eben nicht gibt. Darf es Angst machen, wie auch immer höre? Nein, denn so entwickelt sich der Mensch entlang der Evolution und alles, was mit ihm geschieht ist „natürlich“. Menschen nahmen mit dem „Fortschritt“ ihres Denkens und Handelns  immer wieder „Abschied“ von gegenwärtigen und überkommenen sozialen Gewohnheiten.

 

Dieser „Abschied“ ist ein generationsübergreifendes  Perpetuum der Menschheit.

 

 

 

Genetik

 

Interessant wie sich die genetisch Tüchtigen in der sozialen Evolution durchsetzen:

 

http://www.zeit.de/2015/18/ornithologie-kuckuck-parasiten

 

Eine genetische Erklärung für den “Winterschlaf” gibt es nun auch:

 

http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/immunsystem-gene-im-sommer-aktiver-als-im-winter-a-1033407.html

 

 

 

Nachtrag zu „The Circle“:

Im Oktober hatte ich meinen letzten Kommentar zum Buch „Der Circle“ geschrieben

http://hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/165-der-circle-schluss-am-14-10-2014

Dazu dann noch ein Kommentar aus der ZEIT vom Herbst 2014:

http://www.zeit.de/2014/33/ueberwachung-dave-eggers-circle/seite-5

Ijoma Mangold lässt nichts Gutes an dem Buch, vor allem wegen der, wie sie meint, mangelnden literarischen Qualität. Das mag so sein, aber ihre Kritik an der „Vision“ des Buches ist meiner Meinung nach naiv. Sie schreibt:

Vielleicht wird das alles so kommen“, weil sie nicht denken, dass es so kommen wird oder schon da ist ( s.u.).

 

Auch der Kommentar der NZZ ist eben typisch “schweizerisch“ (man weiß ja nie, ob man nicht doch Geld in einer solchen neuen Zukunft verdienen kann?):

http://www.nzz.ch/feuilleton/buecher/nicken-und-klicken-1.18169862

Auch eine „Parodie“ auf unsere moderne Welt wird er in einer Rezension 2015 genannt:

http://lesen.abs-textandmore.de/2015/03/rezension-der-circle-von-dave-eggers/

Dies alles ist ja mehr oder weniger recht und gut, aber wenig kompetent.

Warum bewegt mich dies und meine weiteren Kommentare in der Rubrik „Mensch und Gesellschaft“ zur Überwachung so sehr?

Weil „ totale Überwachung und Transparenz“ wie im Circle beschrieben eben kein „1984“ mehr sind und keine „Parodie“ sondern in der größten Bevölkerung der Erde, in China, vom neuen Parteiprogramm gerade komplett in die Realität umgesetzt wird.

http://www.n-tv.de/politik/China-will-seine-Buerger-perfekt-steuern-article15097486.html

Die Realität hat uns also schon eingeholt und ist eben dabei uns zu überholen.

Warnung:

Dann noch ein Wort zu Deutschland. Frau Merkel weiß das alles schon längst, hat offenbar mitgemacht und vertuscht, wenn wahr ist, was aktuell berichtet wird.

Graf Lambsdorff hat seinerzeit die Korruption in Deutschland eingeführt, Frau Merkel nun vermutlich die Lüge. Mit ihrer einlullenden, gut gehenden deutschen Wirtschaft als Folge ihres allgegenwärtigen Appeasements und dem resultierenden gegenwärtigen Komfort für Land und Leute wird eine utilitaristische Grundstimmung produziert, welche das Land paralysieren wird. Glücklicherweise gibt es die gewerkschaftlichen „Störungen“. Ich stimme mit Nassim Taleb absolut überein, dass nur Unordnung, „Antifragilität“, die Kreativität eines Volkes langfristig fördern kann. Deutschland sollte nicht den Schweizer Weg wählen, „die nur von den Erschütterungen profitiert, die sich außerhalb ihrer Grenzen zutragen“. Dieses überkontrollierte Land produziert nur reiche Langeweile, eine langweilige Stabilität in einem Volk von Profitanten am Unglück der sie umgebenden Welt.

Wenn man etwas gegen die normative Staatskontrolle, welche die Big Data in USA vormachen und China nun implementiert einwenden muss, dann, dass dadurch wohl eine Weile Ruhe und Ordnung zum Wohle der jeweils Herrschenden geschaffen wird, ob dies kommerzielle Giganten oder Staatsmächte sind. Aber auf Dauer ist solche soziale Organisation destruktiv.

Die Soziale Ordnung der Menschen wird langfristig durch die soziobiologischen Ordnungsprinzipe der Evolution und nicht durch „Planung“ bestimmt.

http://hesch.ch/images/pdf/Epigenetics-and-Megacities.pdf

Gerade China in seiner langen Geschichte und Deutschland in der jüngsten Geschichte sind historisch gute Beispiele.

Version 17.6.2015

70 Jahre Ende des 2. Weltkrieges , 40 Jahre Ende des Vietnamkrieges, - das Grauen ist menschheitsbegleitend.

Ich will hier an die beiden Ereignisse erinnern und enthalte mich vorläufig weiterer Kommentare, da diese im gegenwärtigen Deutschland als nicht politisch korrekt angesehen werden könnte. Immerhin hat die Diskussion um „Völkermord“ der Türken durch den gegenwärtigen deutschen Präsidenten Gauck das Augenmerk auf andere historische und jetztzeitige Verbrechen gegen die Menschheit gelenkt. Derer gibt es noch zahlreiche, die nie gesühnt wurden und für die keine Gedenktage eingerichtet wurden.

 

http://www.voelkermord.info/

 

Deutschland und die deutsche Bevölkerung hat für seine Verbrechen gesühnt und gedenkt derer bis in unsere Tage in der 4. Nachkriegsgeneration,- gerade jetzt zum 70. Jahrestag des Endes dieser grauenvollen Zeit.

 

Und es geht fast täglich weiter mit der „Busse“ über vergangene deutsche Verbrechen,- auch da sind wir „Weltmeister“.

 

http://www.sueddeutsche.de/politik/bundespraesident-im-sz-interview-gauck-regt-wiedergutmachung-fuer-kriegsverbrechen-in-griechenland-an-1.2461218

http://www.sueddeutsche.de/politik/deutsche-verbrechen-an-herero-und-nama-dieser-schritt-ist-unvermeidlich-1.2459981

 

jetzt auch noch die Lasten des russischen Krieges:

 

http://www.n-tv.de/politik/Gauck-gedenkt-sowjetischer-Kaempfer-article15048766.html

Katyn ist nicht gesühnt:

http://www.sueddeutsche.de/politik/nuernberger-prozesse-wie-das-massaker-von-katyn-aus-der-anklage-verschwand-1.2443107

Es ist schon fast bedrückend zu sehen, wie wir uns in gerechtfertigter „Schuld“ verstricken und um uns herum und historisch geschieht nichts dergleichen.

z.B. auch jetzt:

http://www.sueddeutsche.de/politik/nuernberger-prozesse-wie-das-massaker-von-katyn-aus-der-anklage-verschwand-1.2443107

Immerhin gedenken auch andere Völker der Verbrechen am eigenen Volk:

 

Ich bezweifle die „Wirkung“ solcher gesellschaftlicher und „vorbildlicher“ deutscher Tugend. Wir erhoffen uns damit ein Recht, andere Verbrechen (siehe: http://www.voelkermord.info/) anklagen zu dürfen.

 

Die Weltgeschichte geht früher und gegenwärtig gerade in allen Kontinenten über die Verbrechen hinweg und ich werde weiter unten mein Denken dazu ausführen im Kommentar zu Vietnam, „Apokalypse Now“ und der zu Grunde liegenden Novelle von J. Conrad.

 

 

Also: Ein erst nur kurz zurückliegendes Verbrechen ist damals , vor 40 Jahren, im Vietnamkrieg geschehen, der am 30.4.1975 endete.

 

Am 30.4.2015 berichtete eine Doku im MDR 23.10 h „Apokalypse Vietnam“ über den schrecklichen Einsatz von „Agent Orange durch die USA. Des Endes dieses Grauens vor 40 Jahren wurde dieser Tage mit dem Ende des Vietnamkrieges gedacht.

In der dritten Generation seit diesem Verbrechen leiden vietnamesische Kinder an genetischen Schäden. Die Bilder, welche die Sendung zeigte sind entsetzlich.

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Agent_Orange

 

Auch der Einsatz von Napalmbomben hat schwerste Schäden an der Zivilbevölkerung hervorgerufen.

 

 

Für die vererblichen Verbrechen am vietnamesischen Volk durch Agent Orange und Napalm sollte die UNO ebenfalls einen Prozess gegen die Verantwortlichen einleiten, aber das wird nicht geschehen. Geschichte ist eine Geschichte von Macht und Allmacht,- deswegen.

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Vietnamkrieg

http://www.aref.de/kalenderblatt/mehr/vietnamkrieg_mehr.htm

 

Am 1. Mai 2015 strahlte der WDR eine bearbeitete Vollversion des Filmes: „Apocalypse Now Redux „(AR), aus. Der Film basiert auf der Novelle von Joseph Conrad: „Herz der Finsternis“. Immerwieder beschreibt Conrad das "Grauen".

Conrad selbst schreibt einen für mich und mein biologisches Denken bedeutenden Kommentar zu der Novelle einem Brief an Robert Cunningham Graham im Jahre 1899:

„Der Mensch ist ein bösartiges Tier. Seine Bösartigkeit muss organisiert werden. Das Verbrechen ist eine notwendige Bedingung der organisierten Existenz. Die Gesellschaft ist ihrem Wesen nach kriminell, sonst würde sie nicht existieren. Der Egoismus rettet alles absolut alles –, was wir hassen, was wir lieben. Und alles bleibt so, wie es ist. Ebendies ist der Grund, warum ich die extremen Anarchisten achte. ‚Ich erhoffe die allgemeine Ausrottung‘ – sehr gut. Das ist gerecht, und, mehr noch, es ist klar. Wir gehen mit Worten Kompromisse ein. Es hilft uns auch nicht weiter. Es ist wie ein Wald, in dem niemand den Weg kennt. Man ist verloren, während man noch ruft: ‚Ich bin gerettet!‘“

 

Immerhin gedenken aus andere Völker ihrer Greueltaten. Die letzten Pol Pot Verbrecher standen in einem von der UNO initiierten Gerichtsverfahren vor Gericht.

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/asien-und-ozeanien/Pol-Pots-Fuehrungszirkel-vor-Gericht/story/12771764

 

Bei diesen Überlegungen beschäftigt mich wieder die Frage, was ist gut und was ist schlecht in der menschlichen Gesellschaft?

Dazu habe ich auf einem Philosophenkongress in Hannover einmal die Frage formuliert:


" Was ist besser als was gemessen an was " ?

Eine Antwort darauf gab es bis heute von niemandem. Es braucht nach meinem jetzigen Denken keine Antwort mehr auf meine Frage, da sie ausserhalb der Naturwissenschaft unbeantwortbar ist. Eine Ethik der Messsysteme , die das "Bessere"  in der empirischen Welt des Bewusstseins des Menchen messen könnte, haben wir nicht. Als "Ausflucht aus dem Grauen" exisiert eine solche nur im "Prinzip Hoffnung“, für das es aber keine biologische Realität im Leben der Menschen gibt. Sie existiert nur als Fiktion des menschlichen Bewusstseins wie bei Nishida: "Über das Gute“.

Es gibt nichts Besseres, an dem man das "Bessere", was es eben im empirischen, nicht naturwisschaftlichen Leben der Menschen nicht gibt, messen könnte, - es bleibt nur eine Fiktion der Flucht aus dem Leiden, aus dem "Grauen". Darüber werde ich in meinem nächsten Beitrag" Meine Sicht der Welt " nachdenken.

Zurück zum Thema: Eine wie auch immer geartete „Wiedergutmachung und Sühne“ für das  "Grauen" im Leben der  Menschen ist Fiktion. Es gibt nur Fluchtwege für "Begünstigte"  in deren individuellem Leben, wenn man die Chance hat, solche ergeifen zu können,- ich zähle mich dazu.

Das aber ist die grösste biologische Ungerechtigkeit unter den Lebenden.

 

Ich bin nach wie vor überzeugt von meiner Theorie, dass der Mensch ein Produkt der biologischen Evolution des folgenden Prinzips in der Natur ist: “Fressen und gefressen werden“. Der stärkere siegt in der Evolution immer. Man kann das täglich in der Tierwelt in „natura“ sehen und Conrad hat das "Tier im Menschen"  und das Grauen daraus beschrieben.  In der Welt der Menschen gibt es für die Schwachen den Trost der Religionen für ein  „Leben nach dem Tod“  und den „Himmel“.

Die Deutschen haben aus ihrem „Grauen“ gelernt für eine Weile,- andere haben daraus nichts gelernt. Für den Rest der menschlichen Gesellschaft geht es weiter wie bisher.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im kürzlichen  Spiegel Artikel werden die zur Zeit viel diskutierten chinesischen Forschungen durch "genome. engineering" am Menschen kritisch erörtert.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/forscher-manipulieren-gene-menschlicher-embryonen-a-1030142.html

Eigentlich geht es da um "Nichts genauses weiss man nicht".

Auch die renomiertesen Wissenschafts  Magazine tappen im Dunkel einer geheimnisvollen Forschung in China, was das ganze unheimlich macht. 

Ich schrieb dazu vor kurzem hier:

http://www.hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/175-bye-bye-gott-die-geschichte-von-gott-und-dem-neuen-leben-auf-der-erde

Passend dazu auch der neue Artikel aus der faz.net 

http://www.faz.net/aktuell/wissen/heute-in-der-zeitung-goldgraeberstimmung-in-den-biowissenschaften-13550367.html

Dieser zeigt, dass mit dem neuen von mir kürzlich hier beschriebenen Forschungsinstrument überall auf der Welt am menschlichen Genom  und zwar an der KEIMBAHN, als dem vererbbaren Genom und nicht nur am schon individualisierten Genom lebender Menschen, modifiziert wird.

Dies alles geschieht unter dem erfreulichen Vorwand erblich bedingte Krankheiten oder „ungünstige“ Lebensdispositionen bei Nachkommen zu verhindern. Hier übernimmt die Forschung die Verantwortung für modifizierte Menschen,- das wird sich nicht nur auf Krankheiten beschränken. Die Erkenntnisse der „Krankheitsforschung“ werden  jetzt schon in einigen Laboratorien (sicher in China und ebenso sicher in USA) übertragen auf „Menschendesign“.

Aber auch bei schon im Leben stehenden Menschen will man genetische Krankheitsdispositionen  kurieren.

Ich bewerte das nicht negativ, sondern will nur aufzeigen, wohin die Forschung am Menschen geht oder gehen wird, damit die Gesellschaft sich damit auseinandersetzen kann.

Denn für eine „Kontrolle“  dieser Forschung, wie diese immer lauter wird, auch von Beteiligten, wie damals bei der Kernspaltung,  ist es zu spät, da es keinen politischen und ethischen Konsens zwischen Ländern weltweit  gibt, dies zu tun. Das hat man eben aus der Atomforschung gelernt. Nord-Korea habe gegenwärtig 20 atomare Sprengköpfe, Iran wird sie sicher bald produzieren können und das unter den Augen der großen Politik, deren Politiker und deren Verträgen.

Deshalb soll man diese „Mahnungen“ und ihre salbadernden Redner und Schreiber gar nicht mehr beachten, sie machen nur Angst hinter der die Forschung und das große Geschäft weitergehen. Denn um letzteres geht es einzig und alleine. Zukunftsvisionen, egal welche,  sind immer vom großen Geschäft ausgebeutet worden und das kann  man nicht aufhalten.

Was also kann man als Bürger tun, auf den das alles ungefragt , auch in Wahldemokratien? Zu wählen hat der Bürger nicht. Ich denke , die gegenwärtig Lebenden, die älter al 50 Jahre sind, werden nicht mehr oder nur gering betroffen sein.

Das "genome engineering" wird auf die jetzt im Fortpflanzungsalter befindliche Generation und deren Nachkommen zukommen. Aber für diese ist das eben kritisches Ereignis , weil ihr Gehirn gegenwärtig schon  von Big- Data umgepolt wird und kritisches Deken und Leben unter Kontrolle gehalten wird.

Lesen Sie hierzu:

http://www.hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/194-unersaettliches-facebook

http://www.welt.de/wirtschaft/article140067046/So-stark-werden-wir-bald-beim-Einkaufen-ueberwacht.html

 

 

„Individuum Based Medicine“

Mit geradezu überwältigender Geschwindigkeit wird meine frühe Vision einer „ Individuum based Medicine“ jetzt umgesetzt.

Vor genau 25 Jahren hatte ich erstmals eine systemtheoretische Sicht von „Gesundsein und Kranksein „ entworfen, die man nachlesen kann in folgendem Buch:

http://www.amazon.de/macht-Menschen-krank-kritische-Analysen/dp/3764325836

Ich beschrieb, wie dynamische Vorgänge in der nichtlinearen komplexen Regulation der Biologie sich der Genregulation mitteilen.

Im Jahre 2002 habe ich dieses Konzept noch einmal ausgeführt.

http://download-v2.springer.com/static/pdf/368/art%253A10.1007%252FBF02947459.pdf?token2=exp=1427980810~acl=%2Fstatic%2Fpdf%2F368%2Fart%25253A10.1007%25252FBF02947459.pdf*~hmac=bd3117d16460f4807b9cd6b5728126337bf3db67cd91350c065168831673f37f

 

In meiner Antrittsvorlesung an der Universität Konstanz habe ich ein prädiktives System der Medizin unter dem Titel „Handeln durch Lernen aus der Zukunft beschrieben. Dort habe ich den von mir formulierten „Dynamischen Code“:

http://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-1-4684-7847-1_7

http://academic.research.microsoft.com/Publication/56203711/nonlinear-analysis-and-prediction-of-pulsatile-hormone-secretion

mit dem genetischen Code zusammengefügt und jüngst noch die Epigenetik mit einbezogen.

http://www.hesch.ch/images/pdf/Epigenetics-and-Megacities.pdf

Inzwischen wurde dieses Konzept extrem erweitert und zu einem integralen Ganzen zusammengeführt unter Einbezug sämtlicher individueller Daten eines Menschen einschließlich dessen Genom und Epigenetik (Erbe und seine Regulation), seinem Proteom (Eiweißzusammensetzung) und Metabolom (Stoffwechsel), um Krankheitsursachen und Therapie zu einem holistischen- individuellen Ganzen zusammenzubringen. Die bisherigen Grenzen lösen sich auf zu einem Ganzen. Endlich soll es möglich sein für jeden einzelnen Menschen ein „biomolekulares Konzept des Individuums“ vorzulegen und danach zu „Handeln“.

Ausgehend von den USA, wo Präsident Obama dieses neue Medizinkonzept „Präzisionsmedizin“ genannt, zieht aber nun Deutschland nach.

In Tübingen hat Prof. Malek ein „Zentrum für personalisierte Medizin“ aufgebaut, welches genau all diese Ziele verfolgt mit einem Zusammenschluss von Grundlagenforschung und Kliniken zu einem Systemnetzwerk.

https://www.uni-tuebingen.de/forschung/exzellenzinitiative/plattformen/personalisierte-medizin.html

http://www.uni-tuebingen.de/aktuelles/pressemitteilungen/newsfullview-pressemitteilungen/article/universitaet-und-universitaetsklinikum-tuebingen-gruenden-zentrum-fuer-personalisierte-medizin.html

 

Klar gehen wir hier auf den „gläsernen Menschen“ zu, aber vergessen wir nicht, dass ein Großteil der Menschheit heute schon individuelle Personen- und Gesundheitsdaten öffentlich den Big Data Unternehmen naiv und ohne Argwohn zur Verfügung stellt,- was ich hier mehrfach dargestellt habe.

In den Zenten für personalisierte Medizin wird in Zukunft streng auf eine Unzugänglichkeit Dritter auf persönlicher Daten geachtet.

Ich freue mich zu sehen, wie ein 25 Jahre altes Konzept zu einem großen Ganzen zusammenwächst.