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CRISPR, „Editive Biologie“, Ethikrat, Dalei Lama

 

 

 

CRISPR wird gegenwärtig als Meilenstein, eine Zeitenwende, in Wissenschaft und Forschung der Menschheitsgeschichte eingestuft.

 

Aber vergessen wir nicht, es gibt einen weiteren bisher kaum zur Kenntnis genommenen, noch kühneren Meilenstein, die „Synthetische Biologie“

 

http://www.hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/253-die-neue-zukunft-der-menschheit-genome-editing-und-synthetische-biologie

 

 

Wir haben es also mit zwei neuen Dimensionen für die Soziobiologie der Menschen zu tun:

 

Die editive Biologie

 

Die synthetische Biologie:

http://hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/253-die-neue-zukunft-der-menschheit-genome-editing-und-synthetische-biologie

 

Beginnen wir aber hier zunächst mit der „Editiven Biologie“.

 

Editieren heißt „umändern umgestalten“, es geht also darum die Biologie der DNA umzugestalten.) Die Epigenetik ist dabei noch nicht berücksichtigt, ich komme darauf zurück).

 

Für die editive Biologie wurde ein neues Instrument entdeckt: CRISPR.

 

Wie kommt es dazu und was ist CRISPR, woher sein Name?

 

Der Name stammt ursprünglich von Francisco Mojita, das System wurde erstmals auch von ihm in Alicante 1993 beschrieben.

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https://www.broadinstitute.org/what-broad/areas-focus/project-spotlight/crispr-timeline.

 

 

Interessant ist die Entdeckungsreise für CRISPR im folgenden Bild, wo man durchaus Orte in Deutschland findet, bevor dann erneut das System einer „programmierbaren RNA geführten DNA Endonuklease“ in der adaptiven Immunologie bei Bakterien im August 2012 in Science publiziert wurde von Doudna und Charpentier. Die grundlegende Entdeckung genau dieses Systems geht aber auf Mojita zurück. Und das bakterielle Immunsystem wurde erstmals schon 2003 in

einem Labor von Rodhia Food in Saint Romain bei Paris , das sich mit Bakterien in Käse, Yoghurt und Mozzaella beschäftige, schon entdeckt und untersucht.

 

Die Hype, die vor 4 Jahren mit Doudna und Charpentier begann hat also viele forschende Vorläufer, deren Namen nicht genug gewürdigt wurde. Entdeckt wurde das System nicht von denen, die heute die größte Aufmerksamkeit und das Geschäft machen.

Den schon vorausgesagten Nobelpreis haben gewiss andere mitverdient.

Ich empfehle allen, die sich dafür interessieren die wahre Geschichte beschrieben vom renommierten Eric Lander zu lesen:

 

https://www.broadinstitute.org/files/news/pdfs/PIIS0092867415017055.pdf

 

Es ist also nicht richtig, wenn die ZEIT in N. 27 2016, Frau Charpentier als die „Entdeckerin „ feiert, die die Welt verändert. Das wird CRISPR sicher tun, - aber andere waren die Vorbereiter.

 

http://www.hesch.ch/news/alle/239-wissenschaftsdurchbruch-2015-crispr-cas

 

Die im Folgenden zitierte Diplomarbeit, gibt eine gute Einleitung in das System von CRISPR. (Die dort durchgeführten Experimente muss man dafür nicht lesen,- es genügen die ersten 7 Seiten).

http://pubman.mpdl.mpg.de/pubman/item/escidoc:2110283/component/escidoc:2125359/Diploma_Borschiwer.pdf

Funktion von CRISPR:


 

 

Die Verbreitung von CRISPR und Ethik

 

Wichtig war und ist mir die Feststellung, dass diese tief in die zukünftige menschliche Gesellschaft reichende Forschung sozusagen jedem zur Verfügung steht. Das ist offenbar in der öffentlichen und den Diskussionen in Komitees übersehen worden. Sie ist nicht mehr wir andere dramatische Forschung, z.B. Kernspaltung, in den Händen weniger hochausgerüsteter Laboratorien und unter politischer Verantwortung

Sie kommt wie bald auch AI und Robotik zu jedem nach Hause. Jeder kann sich heute CRISPR mit einem käuflichen Kit kaufen, deren Hersteller und Verbreitung ich hier beschrieben hatte, und er kann sich in die genetische Gestaltung von Leben, pflanzlichem ( grün), zellulärem- tierischem und menschlichen Leben (rot), einmischen ohne Befragung von wissenschaftlichen Experten, ohne Komitees und Politik.

 

http://www.hesch.ch/news/don-t-like/227-genome-im-eigenen-labor-editieren-das-grauen-der-neuen-schoepfung

 

Es wurde vor Kurzem geschrieben: „Jeder Biologiestudent auf der ganzen Welt kann sich zu Hause in seiner Küche ein entspr. Labor einrichten“. Wenn das möglich ist, und das ist meine Hauptsorge, kann drüber keine gesellschaftliche Institution entscheiden, auch wenn in der Öffentlichkeit der Eindruck vermittelt werden soll, als ob diese Einrichtungen die Hoheit darüber hätten. Diese Forschung ist der wie auch immer gearteten Überwachung und Kontrolle entlaufen, so denke ich. Darauf komme ich dann gleich zurück.

 

Am Mittwoch, dem 22.6.2016 hat der Deutsche Ethikrat zum Thema „CRISPR : "Zugriff auf das menschliche Erbgut. Neue Möglichkeiten und ihre ethische Beurteilung" getagt . Ein offizielles Kommuniqué dieser Institution habe ich noch nicht gefunden, wohl aber Presseberichte. Der in der ZEIT von Sigrid Graumann, Prorektorin an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, Mitglied im Ethikrat sieht ausgewogen aus, zeigt aber die Grenzen der Teilnehmer dieses Ethikrates.

 

http://www.zeit.de/wissen/2016-06/crispr-ethikrat-erbgut-zuechtung

 

Ich wiederhole mich: Die Vertretung der Religionen, die Theologen sollte man fernhalten aus: Gesellschaft, Wissenschaft, Politik und Erziehung. Gott und die Religiosität gehören wie die Sexualität in den intimen persönlichen Bereich eines Menschen, wenn er danach Bedarf hat. Aus allen anderen Bereichen sollte man Religion und Theologen prinzipiell fernhalten ,denn Religionen und ihre theologischen Vertreter haben bisher in der Menschheitsgeschichte nur Unheil gebracht.

 

Dalei Lama, Weltethos

 

Man darf Gott und Religionen nicht verwechseln mit Ethik. Dies hat jetzt auch der Dalai-Lama so verstanden und verkündet.

 

https://www.amazon.de/Appell-Dalai-Lama-die-Welt/dp/371090000X

 

Die ethischen Grundsätze, die von allen Menschen unabhängig von ihren Weltanschauungen zum Verständnis ihres gesellschaftlichen Lebens akzeptiert werden könnten, sind in der Illusion des„Weltethos „zusammengefasst. Die Menschheit bräuchte nicht mehr und nicht weniger, um „vernünftig“ miteinander umzugehen (was sie aber ex natura nicht tut).

 

http://www.hesch.ch/news/aus-fremden-federn/257-des-teufels-party-peter-srasser-das-boese-und-das-grauen

 

Gerade wegen der Präsenz der für die moderne Welt der Wissenschaften inkompetenten Theologen konnte der Ethikrat keinerlei wichtige Beschlussfassung über das zukünftige Wesen und den Willen der Gesellschaft beschließen. Ich bin grundsätzlich dagegen, dass Religionsvertreter sich mit der biosozialen Zukunft der Menschheit beschäftigen. Sie bringen in eine dringend wichtige gesellschaftliche und politische Diskussion nur die Liturgie ihrer altbekannten Bedenklichkeitskultur der Angst ein.

 

Auch Nowak, ein hochgeachteter Biologe, unterliegt der für mich von einem Wissenschaftler absurden Versuchung, mit Glauben an Gott können man das Schicksal der Menschheit beeinflussen.

 

http://www.hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/246-gott-in-harvard-offener-brief-an-martin-nowak

 

In der gegenwärtigen Welt schreitet die biosoziale und wissenschaftliche Koevolution aber ohne den Einfluss von Religionen, Komitee- Sitzungen, Sitzungen von Ethikraten oder Politik fort, weil Wissenschaft aus meiner Sicht „unkontrollierbar“ ist.

 


 

 

Ethik, Wissenschaft und Kontrolle

 

Wie in allen früheren modernen wissenschaftlichen und gesellschaftsumwälzenden Bereichen sehe ich eine " Kontrolle " nicht mehr direktiv.

 

http://www.hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/228-evolution-jenseits-des-menschen

(Siehe Kommentar zu Nick Bostrom daselbst)

 

 

 

Weder aus der Sitzung in Washington im Dezember 2015, noch aus der Sitzung des deutschen Ethikrates ist irgendetwas brauchbares zum Einfluss auf das Fortschreiten der „Wissenschaft“ gekommen. Beide haben sich vertagend versagt, weil sie eben keinen „Rat“ wissen.

 

https://innovativegenomics.org/international-summit-on-human-gene-editing/

 

https://innovativegenomics.org/blog/translating-the-statement-on-human-gene-editing/

 

 

Die gesellschaftliche Evolution wird durch die wissenschaftlichen Entdeckungen fortgetrieben und durch das Weltgewissen der Ethik kaum aufzuhalten sein. Das geht viel weiter und schneller als dass die genannten gesellschaftlichen Institutionen oder die Politik, die das alles wissen, einen Einfluss darauf haben,- sitzen doch auch Wissenschaftler dort, die das selbst vorantreiben und allenfalls ebenfalls aus Angst vor sich selbst an ihrem Wirken zweifeln.

 

 

In meinem Verständnis ist Ethik die Sehnsucht der Menschen, dem von mir immer wieder zitierten „Grauen“, das biologisch programmiert ist, zu entrinnen vergebens. Eine Illusion wie Gott auch, und es ist auch nicht beiden zu verdanken, dass die Menschheit immer noch lebt, sondern dem beschränkten Einfluss einer Politik der Angst, geübt an der nuklearen Bombe.

 


 

 

Editive Biologie: „grün“

 

Nach dieser „Vorrede“ versuche ich in den nächsten Tagen in Fortsetzung einmal darzustellen, was man mit CRISPR schon alles machen kann. Das wird sicher nur einführend sein, denn es ist kaum mehr zu übersehen, was schon geht im Bereich der „grünen“ und „roten“ Biologie des Genome Editing mit CRISPR.

Worum geht es im Allgemeinen

Immer mehr Firmen mach Reklame mit Produkten „Keine Gentechnik“. Die Aktivitäten gegen gentechnisch veränderte Pflanzen hat eine rosse öffentlich Aufmerksamkeit bekommen vorwiegend durch bewusste Missinformation von Organisationen wie „Greenpeace“ , die in ihrer Mitteilung „Genome Editing „ mit „Synthetischer Biologie“ verwechselt. Wer solche Fehler begeht hat wissenschaftlich ein eingeschränkte Berechtigung die Öffentlichkeit zu verunsichern.

https://www.greenpeace-magazin.ch/2016/05/18/moeglichkeiten-und-grenzen-der-pflanzenzucht/

Gerade haben 100 Nobelpreisträger Greenpeace aufgehrufen, ihren Kampf aufzugeben:

https://www.washingtonpost.com/news/speaking-of-science/wp/2016/06/29/more-than-100-nobel-laureates-take-on-greenpeace-over-gmo-stance/

Es gibt aber auch Stimmen, die behaupten, dass die 100 Nobelpristräger von Monsanto „gekauft“ seien.

http://www.ecowatch.com/greenpeace-to-nobel-laureates-its-not-our-fault-golden-rice-has-failed-1896697050.html

Wie immer, wenn es um viel Geld und Ethik geht, wird die Öffentlichkeit verwirrt.

Sicher ist die „National Academy of Science, USA“ wohl nicht bestochen worden, wenn sie soeben einen umfangreichen Bericht darüber publiziert hat, dass mit CRISPR modifizierte Pflanzen in keinem Bereich Schaden anrichten.

https://nas-sites.org/ge-crops/

http://phys.org/news/2016-05-genetically-crops-prospects.html

 

Weiter hier noch 2 neue Übersichten zum Thema, damit sich der wissenschaftlich an der Gentechnik interessierte Leser eine fundierte Meinung machen kann:

http://ensia.com/voices/crispr-is-coming-to-agriculture-with-big-implications-for-food-farmers-consumers-and-nature/

https://plantmethods.biomedcentral.com/articles/10.1186/s13007-016-0103-0

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4730597/

(Stand 10.7.2016)

 

Beispiele von mit CRISPR veränderten Samen und Pflanzen

(folgt)

 

 

Ab dem 11.7.2016 werde LIDL keine Milch verkaufen, deren Kühe möglichweise mit gentechnisch bearbeitetem Futter gefüttert wurden.

Hier treibt  ein grosser Discounter mit wissenschaftlich nicht haltbarem Marketing ein Geschäft mit der Angst der unaufgeklärten Bürger. 

Es darf gegenwärig gesagt werden, dass kein mit CRISPR  gentechnisch bearbeiteter Samen oder Futter für Umwelt, Pflanzen, Tiete und Menschen bedenklich ist.

Greenpeace und anderen "Interessensgruppen" ist es gelungen, eine Angst in der Bevölkerung zu produzieren, die wissenschaftlich nicht zu halten ist.

Darauf gehe ich im Laufe des Tages noch ein. 

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/geld-ausgeben/ab-montag-lidl-laesst-milchkuehe-gentechnikfrei-fuettern-14333971.html

 

 

 

“Des Teufels Party”

Titelt Prof. Peter Strasser seinen wertgeschätzten Beitrag in der NZZ.

http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/die-wiederkehr-des-radikal-boesen-des-teufels-party-ld.89819

Ich habe zwar das „Ender Philosophie“ als Ganzes gemutmaßt:

http://www.hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/240-24-12-2015-das-ende-der-philosophie

Aber das „Denken“ von Peter Strasser über das radikal Böse bedenkt mich trotzdem. Nach Erkenntnissen des Milgram Experiments ist das „Böse“,-  ich nenne es das „Grauen“ (angelehnt and Joseph Conrads „Herz der Finsternis“ jedem Menschen innewohnend. Als soziologisch interessierter Biologe bin ich der Meinung, dass dieses Phänomen a priori genetisch codiert ist, archetypisch, und offenbart nachdem die Menschen das „Paradies“ verlassen haben. Über Jahrtausende ist diese Codierung der epigenetisch modulierten Expression preisgegeben, passt sich immer und überall an die Welt der Menschen und jedes Menschen an.  Individuell, das stimmt wohl, wird es anpassend moduliert durch Edukation und Kultur, wie der zitierte Galton ausführt zum Guten wie zum Bösen. Dieses „Gute“ „ist für mich das Weltethos von Küngg, - das Weltgewissen. 

http://www.weltethos.org/

Das „Grauen“ bricht nach Kant, nach Strasser und für mich jeder Zeit, an jedem Ort und in jedem Menschen bei „passenden“ Umständen aus.

„Je abscheulicher Taten sind, desto weniger sind sie noch einer Alltagserklärung zugänglich“.

                                                                                                       

„Alltagserklärungen“ für das Unfassbare des Grauen, des Bösen,  gibt es meiner Meinung nach nicht, es erklärt sich nur evolutionsbiologisch und nur so ist es überhaupt fassbar in seiner scheinbaren „Unfassbarkeit“ .

Inzwischen leben wir mit diesem Teil des Menschseins durch beabsichtigte Gewöhnung in aller Öffentlichkeit, es ist nicht mehr wie bis noch vor wenigen Jahrzehnten versteckt. Jeden Tag, fast jede Sekunde, wenn man denn will, drängt es sich uns auf in der neuen Welt der sogenannten  Informationstechnologie der Medien. Selbst der sich „gut“ dünkende Mensch kann heute mitmachen, er kann das „Grauen“ spielen, dann scheint es Spiel zu bleiben, aber im Gehirn sinkt die Hemmschwelle der Perzeption und Bewertung dessen, was noch als Gewalt wirkt. Unsere Jugend wächst nunmehr damit auf und  gewöhnt sich an dieses verharmlosende Spiel. Die Frage bleibt, wann wird aus dem „Spiel“ Ernst?, - dann, wenn sich Gelegenheit bietet. Am rechten wie linken Ende der Gesellschaft, in Stadien und Camps. Die staatliche Gewalt wirkt ziemlich hilflos gegen die IT Giganten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Fiktionale_Gewalt

In den kommenden Tagen kann  sich jeder  in die virtuelle Welt des Grauen einklinken ,- „einbrillen“ wie ich es nennen möchte, kann sich jeder die “Apokalypse Now“ nach Hause in die Heimlichkeit seiner versteckten  Veranlagungen holen.

Das Grauen ist zur Alltagsunterhaltung geworden. Erschreckende Männer, wie der deutsche „Professor“ Sebastian Thrun , den Claus Kleber im ZDF  entlarvend intervied  hat, sowie Ray Kurzweil bei Google stoßen die Pforten zum Grauen für jedermann weit auf bis es Allgemeingut wird, bis es jeder haben darf. Was Thrun und Kurzweil „Fortschritt“ und das „Bessere“ für die Menschen nennen, ist deren Bemächtigung des Perpetuum mobile für das Böse und Grauen mittels Genome Editing, synthetischer Biologie, Roboting  und der alle Lebensbereich durchdringenden  AI- Anwendungen. Mit dem „Besseren“ für die Menschheit wie in der Ethik des Weltgewissens festgeschrieben, hat das nichts zu tun. Es geht um den Urtrieb der Macht über Menschen und Milliarden im Silicon Valley, der heimlichen Hauptstadt der Erde und nichts hält das mehr auf. Zunehmend gibt es schon „Ableger“ z.B. in München.  

Kontrolle wie von Bostrom gefordert ist meiner Meinung nach Illusion.

http://www.hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/228-evolution-jenseits-des-menschen

(Übrigens: was ist der allgegenwärtige „Tatort“  in unserer Gesellschaft anderes als uns öffentlich rechtlich an Grauen zu gewöhnen. )

Gelegentliche Ausflüge von Menschen, die solche Möglichkeiten haben,  in eine beschützte Welt des Guten, in Kultur, Kunst und Sport, werden zum Heimweh.

Steht das Leben in den Sternen geschrieben?

      Erstes stellares chirales Organomolekül

 

http://science.sciencemag.org/content/early/2016/06/13/science.aae0328

In SCIENCE vom 14.6.2016 haben Forscher  “chirales” Propylenoxid entdeckt.

Chiral meint die „Händigkeit“ eines Moleküls, d.h. die stereochemische räumliche Anordnung von Atomen.

 

Wenn man chirale Moleküle spiegelt, so führt das nicht zur Selbstabbildung, d.h. man kann sie nicht zur Deckung bringen. Die Moleküle sind einmal rechts und links „gedreht“ wir unsere Hände oder auch Schneckenhäuser. Gute Beispiele sind auch händische Instrumente für Rechts- und Linkshänder, wie z. B. Korkzieher.

 

(http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-bild-20279-2016-06-15-30347.html)

In der Chemie wird das Molekül wie folgt beschrieben:

Propylenoxid (PO) , ein Epoxid, ist eine hochreaktive, farblose, flüssige, hochentzündliche, organische Verbindung .Alle derzeit betriebenen oder vorgeschlagenen Verfahren zur Erzeugung von Propylenoxid sind mit erheblichen, in molarem Verhältnis stets über eins liegenden Nebenproduktmengen gekoppelt, die das Abwasser belasten (Propylenchlorhydrin-Verfahren), in aufwendig zu trennenden Vielstoffgemischen mit mengenmäßig nur geringem Propylenoxidanteil anfallen (Propan-Oxidation) oder eine Coproduktion liefern, die gewichtsmäßig das zwei- bis dreifache der entsprechenden Propylenoxid-Herstellung ausmacht (Hydroperoxid-Verfahren, Peressigsäure-Prozeß). Das Epoxid Propylenoxid ist kein natürlich vorkommender Stoff, sein Vorkommen in der Atmosphäre wird auf Industrieemissionen und deren Weiterverarbeitung zurückgeführt.“
Das kann man nunmehr nicht mehr mit Sicherheit sagen, denn auf der Erde hergestelltes Propylenoxid wird wohl nicht bis in die Milchstraße gelangt sein?

Propylenoxid ist das erste chirale Molekül, welches außerhalb unsere Sonnensystems in der großen Gas- und Staubwolke Sagittarius B2 gefunden wurde.

                       

Max Planck Forschung:

http://www.mpifr-bonn.mpg.de/337340/sgrb2

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Verzweigte-organische-Molekuele-im-interstellaren-Raum-entdeckt-2404707.html

Forscher des Max-Planck-Institutes hatten schon zuvor „organische“ Moleküle in der Gaswolke von Sagittarius B2“ gefunden, deren Struktur nicht chiral ist

2016  wurde von ihnen und internationalen Mitarbeitern Äthylcyanid und Methylcyanid dortselbst gefunden:

https://arxiv.org/pdf/1604.03256.pdf

Das weist darauf hinweist, dass auch andere organische Moleküle im Weltall entstehen können und dass Sagittarius B2 besonders „fruchtbar“ ist zu solcher Synthese und erstmals eine chirale Molekülstruktur gefunden wurde.

Wenn man das liest, so muss, wo diese Moleküle gefunden wurden, die Voraussetzung für eine „Organische Chemie“ vorhanden sein. Auch wenn die Substanz etwa 27000 Lichtjahre entfernt entdeckt wurde, so muss in der Milchstraße eine Organochemie bestehen und es ist denkbar, dass solche auch in anderen Bereichen des Weltalls vorkommt. Damit ist weiter denkbar, dass die Moleküle zur „Selforganization of Matter“ (Manfred Eigen) aus dem Welt vor Zeiten auf die Erde gekommen sein könnten. Dort haben sie „Lebensbedingungen“ vorgefunden, die zur Evolution höher organisierter organochemischer und selbsreplizierender  Strukturen geführt haben,. Hierfür gibt es gegenwärtig 3 brauchbare Theorien:

http://www.planet-wissen.de/natur/forschung/entstehung_des_lebens/

Ob unter ähnlichen Voraussetzungen erdähnliche organische Biostrukturen, oder gar etwas, was man nach menschlicher Definition als „Leben“ bezeichnen kann, ist gegenwärtig allenfalls Spekulation. Allerdings sind alle „lebenden“ Biostrukturen chemisch chiral und in Meteoriten sind chirale Strukturen gefunden worden. Unklar ist aber, auf welchem chemischen Weg, anders als bei der industriellen Herstellung auf der Erde, im Weltall chirales Propylenoxid Molekül entstanden sein können.  

 

 

Zur Frage “Killer Roboter”

Alexander Reben ( http://areben.com/)  hat einen Roboter konstruiert, der absichtlich Menschen verletzen kann. Er beschreibt sich selbst so:

I am an Artist and Engineer. My interest is in human-machine relationships including how technology can be a lens with which to study humanity. I have an educational background in robotics, applied math and art. I obtained my masters degree at the Responsive Environments Group at the MIT Media lab where I used sensors, big data, and robotics to explore technological symbiosis. Currently I am a consultant, writer and artist – creating installations. I also regularly speak and appear on panels discussing everything form design to robot ethics.

In seinem Experiment mit dem von ihm konstruierten Roboter, der absichtlich zustechen kann, ging es ihm darum grundsätzlich Fragen der Programmierung von Robotern aufzuwerfen. Roboter kommen immer mehr in unser Tagesleben, Berufsleben, Serviceleben und niemand hat bisher in Reakität die Frage aufgeworfen, wozu Roboter fähig sein können oder zu welchen Fähigkeiten sie programmiert werden können. Wenn dies in einem Science Fiktion Film, wie iRobot thematisiert wird, so ist das eben SciFi, aber wie so oft, sind SciFi Produkte nur der Realität einen Schritt voraus. Dies wiederum hat Issak Asimov lebenslang intensiv thematisiert.

Wir lesen in Wikipedia ( https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Asimov):

Asimov hat als „Vice Versa“ die drei Gesetze auch auf den Menschen projiziert. Die Gesetze der Humanistik besagen:

  1. Ein Mensch darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
  2. Ein Mensch muss einem Roboter Befehle geben, die die robotische Existenz bewahren, es sei denn, solche Befehle fügen einem Menschen Schaden zu.
  3. Ein Mensch darf einem Roboter nicht schaden oder ihn durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen, es sei denn, dieser Schaden ist zwingend notwendig, um einen Menschen vor Schaden zu bewahren oder einen lebensnotwendigen Auftrag durchzuführen.

In den Erzählungen von Ich, der Robot (1950), welche die Basis für den gleichnamigen Film wurden handelt Asimov viele Teilaspekte dieser Gesetze ab. In den Geschichten geht es größtenteils um zwei Robotikspezialisten (Gregory Powell und Michael Donovan), die verschiedene Problemfälle lösen müssen, zum Beispiel

  • einen Roboter, der stur nach Logik argumentiert (Reason / Vernunft)
  • „verrückte“ Roboter, die auf seltsame Weise handeln, weil ihre Aufgabe im Konflikt mit einem der Gesetze steht (Runaround/Herumtreiber) (Escape / Flucht)
  • einen Roboter, der ein emotionales Verhalten hat und dadurch das erste Gesetz missachtet (First Law / Das erste Gesetz)

Alexander Reben hat mit seinem Experiment nun das von Asimov postulierte Gesetz, wonach ein Roboter nie einem Menschen  ( und umgekehrt) schaden darf durchbrochen und damit SciFi Ängste in die Realität übersetzt.

 

 

Am weitesten ist sicher das amerikanische Militär gediehen mit seinen Kampfrobotern, die bei Boston Dynamics entworfen wurden:

https://www.youtube.com/user/BostonDynamics

Google/Alphabet  hat wohl „kalte Füße“ bekommen, weil die Entwicklung von autarken Robotern  genau in die Richtung der von Reben thematisierten Gefahr laufen kann.

http://www.zeit.de/digital/internet/2016-03/google-alphabet-verkauft-boston-dynamics

Wir wissen nicht, was die neuen Käufer von Boston Dynamics im Sinne haben. Aber eines darf klar sein: das amerikanische Militär wird die Entwicklung weitertreiben.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Spot-US-Militaer-testet-Laufroboter-von-Boston-Dynamics-2823311.html

Die Diskussion darüber ist in vollem Gange.

http://www.sueddeutsche.de/politik/revolution-beim-militaer-die-kriegs-maschine-1.2953579

„"Die Geschichte zeigt, dass Waffenverbotsverträge meist einen Krieg zu spät kommen"”

Die Verwendung von Giftgas wurde verbannt und wird angewendet (Assad), Streubomben wurde geächtet und werden angewendet (Assad). Übrigens allerdings haben weder die USA noch Russland oder China ein Abkommen zur Ächtung ratifiziert. Niemand, auch nicht die hilflose UNO (wozu dient sie eigentlich?), hat seit Jahren den Mut diesen Diktator zu beseitigen. Atombomben sind unter Kontrolle, - nur wie lange, wenn man die Entwicklung in Nordkorea beobachtet.

Autonome Roboter Waffensysteme sollten JETZT und nicht erst nach einem großen Zwischenfall geächtet werden oder rechtlich verbindlich reguliert werden.

Meine Erfahrung lehrt aber, dass solche Regularien in der Menschheitsgeschichte nicht greifen. Letztes Beispiel auch die Stammzellforschung mit den vagen Ergebnissen der Konferenz im Dezember 2015. Auch die Konferenz in Genf autonomem Waffensystem betreffend hat zu keinem brauchbaren Ergebnis geführt.

http://www.facing-finance.org/de/2016/04/deutsch-pressemitteilung-unterstutzung-fur-verbot-autonomer-waffen-wachst-un-verbotsprozess-kommt-aber-nur-sehr-schleppend-voran/

Der heute in Genf – unter deutschem Vorsitz – erzielte Kompromiss sieht u.a. vor, der anstehenden CCW-Revisionskonferenz zu empfehlen, eine Gruppe von Regierungssachverständigen (Group of Governmental Experts / GGE) zu installieren. Diese soll dann in den nächsten beiden Jahren 6 Wochen lang „Empfehlungen und Optionen“ erarbeiten, wie in Bezug auf tödliche autonome Waffensysteme im Rahmen der VN-Waffenkonvention weiter verfahren werden soll.

Folgt die CCW-Revisionskonferenz im Dezember 2016 dieser Empfehlung, würden die Gespräche einen formalen Charakter bekommen und somit das Ziel einer präventiven Verbotskonvention für tödliche autonome Waffensysteme etwas näher rücken“

Es keinen Beleg dafür, dass nationale Bewertungsprozesse die Entwicklung von Waffensysteme jemals verhindert hätten und deshalb benötigen wir eine neue, präventive und völkerrechtlich verbindliche Konvention zum Verbot autonomer Waffensysteme,“ sagt Thomas Küchenmeister von Facing Finance, einer deutschen Mitgliedsorganisation der „Campaign to Stop Killer Robots“.

Thomas Küchenmeister
Facing Finance e.V.
(Campaign to Stop Killer Robots in Deutschland),
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
http://www.killer-roboter-stoppen.de

Diese Waffensysteme sind aber für die Militärlobby viel zu verlockend für hybride Kriegsführung „vom Schreibtisch aus, wie die mit Drohen), als dass sie aufgegeben würden.

Wie ich hier schon mehrmals gesagt habe: Alle diese teuren Konferenzen weltweit, entstanden aus dem Schrecken über die Möglichkeiten des erfinderischen menschlichen Gehirns im Wettstreit mit Moral und Ethik (denken wir nur an die hilflosen Klimakonferenzen), werden die Menschheit nicht vor dem „Grauen“ (siehe dieses Stichwort) der Ergebnisse ihres gegenwärtig denkenden Gehirns ( siehe Stichwort) bewahren.

 

Was bleibt:

Ich denke, man kann sagen, dass alle aktuelle Forschung und Entwicklung zu folgenden Themen:

-     Webbasierte weltweite Bürgerüberwachung, Smart Cities

-     Artifizielle Intelligenz, Superintelligenz

-     Robotik Systeme mit autonomen Waffensystemen

-     Genome Editing menschlicher DNA

-     Erschaffung genmodifizierter Menschen

-     Stammzellforschung, embryonale Biologie

-     Synthetische Biologie

-     Weltraum Forschung und Besiedelung

von einem sehr kleinen Kreis eigenständiger Forscher weltweit betrieben wird, die im Prinzip nur der Kontrolle ihres eigenen Wissensdrangs und dem Erschaffen des jeweils Möglichen gehorchen. Ich möchte her noch einmal auf meine Vorstellung zurückkommen, dass es IMMER einzelne Menschen, meist Männer und ihre denkenden Gehirne sind, welche evolutionär neue Menschheit- beeinflussende Vorgänge in Gang setzen.

(Die Liste würde Pythagoras bis zu Silicon Valley reichen).

Diesen kognitiv- kreativen Prozess einzelner Gehirne, dem das „Weltethos“ des Gewissens der gesamten Menschheit gegenübersteht, kann man nicht „kontrollieren“, wie das seit Jahrhunderten vergeblich geschieht. Ich habe darauf kürzlich im Hinweis auf Nick Bostrom aufmerksam gemacht:  ( siehe http://hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/228-evolution-jenseits-des-menschen)

Die sich ständig weiter vermehrende „unbeteiligte“ Mehrheit der Menschheit, 7.391.068.000 gegenwärtig, muss sich an die sich wandelnde Umwelt und Technologien adaptieren, sofern sie in Gebieten leben, wo Leben nach „traditionellen“ Lebensweisen überhaupt in naher Zukunft überhaupt überlebt werden kann.

Manche der beschriebenen Entwicklungen haben das Zeug, die Menschheit zu vernichten, wie der Roboter „Sophia“ räsoniert, - warum auch nicht?

http://www.hansonrobotics.com/

“I quest to realize Genius Machines—machines with greater than human intelligence, creativity, wisdom, and compassion. To this end, I conduct research in robotics, artificial intelligence, the arts, cognitive science, product design and deployment, and integrate these efforts in the pursuit of novel human robot relations…”

– Dr. David Hanson, Founder and CEO

 

David Hanson und "seine" Sophia

Synthetische Biologie

 

Ganz neu am 25.1.2017:

Die aufregendste Entdeckung unserer Trage: Neue künstliche Bausteine des Lebens, Erweiterung des genetischen Codes

Early Edition: Yorke Zhang, doi: 10.1073/pnas.1616443114 

Weiter:

Eine Einführung in synthetischer Biologie, einer  brisanten Forschungsrichtung gibt es im Folgenden:

https://www.synthetische-biologie.mpg.de/3036/was-ist-synthetische-biologie

https://www.synthetische-biologie.mpg.de/6491/dna-und-genom-herstellen

http://www.naturwissenschaften.ch/topics/synbio

Wie, wann und mit wem begann das? Es gibt einen wesentlichen Forscher hier, der aber für viele Teams weltweit steht: Craig Venter. Er hat vor 15 Jahren mit als erster das menschliche Genom sequenziert,- die „Sprache des Lebens“. Jetzt treibt er die „synthetische Biologie“ an, - das „Schreiben des Lebens“.

Für Venter lag es nahe, dass er ein Genom nach der Sequenzierung auch künstlich „produzieren“ eben synthetisieren wollte. Er hat 2010 in einer jahrelangen bahnbrechenden Arbeit über das Genom des 198 Megabasen großen Mycoides ICVI- syn 1.0 , das er synthetisch nachgebaut hatte, berichtet. Er hat es in eine Zelle eingeschleust, wonach sich daraus dasselbe Mykobakterium entwickelte, fähig sich fortzupflanzen. Das war wohl die erste synthetische Kopie von fortpflanzungsfähigem „Leben“.

Science 02. Jul 2010, Vol. 329, Issue 5987, pp. 52-56

   syn-1.0

Aber es war eben nur eine Kopie und keine Neosynthese, - darum ging es ihm eigentlich. Er wollte Leben ex novo „synthetisieren“. Manfred Eigen beschrieb „The Selforganization of Matter“ , Craig wollte die „Synthetische Organisation von Leben“ erreichen.

Deswegen ging er weiter. Der Weg von syn 1.0 über das Artefakt syn 2.0 war lang, denn er musste das Genrepertoire dieser früheren „Spezies“ auf das zum Leben minimale reduzieren und ein zum Leben fähige Genom synthetisieren zu können. . So entstand nach 6 Jahren Forschung syn 3.0 , die neue nicht kopierte , sondern voll synthetische  „Spezies“, die sich in einem Zeitraum von nur 3 Stunden selbst reproduzieren kann mit einem minimalen Gensatz von nur 473 Genen. Von diesem Gensatz ist aber noch eine ganze Anzahl funktionell unklar.

Synthetic microbe lives with fewer than 500 genes,Science News Mar. 24, 2016

http://www.scientificamerican.com/article/scientists-synthesize-bacteria-with-smallest-genome-yet/

     

syn 3.0

 

Nun verfügen wir über 2 brisante neue biogenetische Instrumente:

1. Das „Genome Editing“ (CRISPR cas 9 und weitere)

2. Die “Synthetische Biologie”

Das erstere, das Genome Editing, ist geeignet für Eingriffe in ein vorbestehendes Genom, um es zu variieren gemäß eigenen Vorstellungen zur Modifikation von existierendem Leben, also:

 „Veränderung von Leben“.  

Das Verfahren ist nutzbar für die Medizin. Darin wird große Hoffnung gesetzt, z. B. von Church für die Bekämpfung von Malaria. Aber es kann ganz einfach in jedem kleinen Biolabor genutzt werden auch für Eingriffe in das Genom von existierenden Pflanzen, Mikroorganismen und allen anderen Lebewesen bis hin zum Menschen. Ich habe beschrieben, dass es ein „Halten“ hier nicht mehr gibt trotz Ethikkonferenzen und Moratorien. Wir sind gespannt, was in naher Zukunft auf uns zukommen wird. „Alles ist möglich“ und wird möglich gemacht.

Der internationale Konsens der Asilomar Konferenz von 1975  und die daraus folgenden Gengesetze ist überholt. Die Konferenz in Washington im Dezember 2015 über Genome Editing endet als zögerliche Farce, hintere deren Rücken fleißig weiter am menschlichen Genom editiert wird.

Ich werde nicht müde zu beschreiben, dass man die Evolution der menschlichen Forschung ethisch und moralisch nicht aufhalten kann,- warum fehlt diese Einsicht der trostsuchenden Menschheit, die permanent hinters Licht geführt wird, denn noch immer? Warum gibt es keine öffentliche Opposition.

http://www8.nationalacademies.org/onpinews/newsitem.aspx?RecordID=12032015a

Das zweite, die „Synthetische Biologie“ geht noch weiter. Sie tagt im „Geheimen“. Sie will nicht nur verändern, sie will:

„Neuschöpfung von Leben“

Auch hier sieht sich die Menschheit erneut aufgerufen nachzudenken, Man tagt am 10. Mai 2016 an Harvard in Boston im Geheimen aus Angst vor dem was die Öffentlichkeit nicht mehr mitmachen würde.  150 „Eingeladene“ aus Wissenschaft, Pharmaindustrie, Anwälte, Investoren und Politik treffen sich zu einem Geheimreffen.   Ich sehe es als eine Katastrophe, dass die Organisatoren sich nicht trauen über eine synthetische „bessere“ Menschheit öffentlich zu sprechen. Allen voran George Church. Er ist einer der besten Forscher mit ungeheurem Forschungsdrang und Erfolg. Er ist enthusiastisch und grenzenlos, was man sicher auch bewundern muss, denn er beschleunigt die biogenetische Forschung auf allen Gebieten.

http://arep.med.harvard.edu/

 

„Was ist besser als was, gemessen an was“? – die Grundfrage meines Denkens.

http://www.nytimes.com/2016/05/14/science/synthetic-human-genome.html?_r=0

Es wäre gar nicht herausgekommen, wenn nicht  Drew Endy and Laurie Zoloth beide auf dem Gebiet der synthetischen Biologie ihre Teilnehme abgesagt hätten, weil sie mit der Geheimnistuerei in einer für die Menschheit wichtigen Angelegenheit nicht einverstanden waren.

https://cosmosmagazine.com/society/should-we-synthesise-human-genome?version=meter+at+1&module=meter-Links&pgtype=article&contentId=&mediaId=&referrer=http%3A%2F%2Fwww.google.ch%2Furl%3Fsa%3Dt%26rct%3Dj%26q%3D%26esrc%3Ds%26source%3Dweb%26cd%3D1%26ved%3D0ahUKEwieiuPZtvLMAhUIMBoKHdcxASwQFggmMAA%26url%3Dhttp%253A%252F%252Fwww.nytimes.com%252F2016%252F05%252F14%252Fscience%252Fsynthetic-human-genome.html%26usg%3DAFQjCNFzFLXNX8nTSQHSWnlE_-VIZx9c-Q%26bvm%3Dbv.122676328%2Cd.d2s&priority=true&action=click&contentCollection=meter-links-click

 

Zusammenfassung:
Ich denke, das „Genome Editing“ ist geeignet für medizinische Belange bei Erbkrankheiten, Stoffwechselstörungen, Herz/Gefäss-,Skelett/Muskel- und kognitive Störungen ebenso wie  Infektionskrankheiten, wo man mit Genmodifikationen „Krankhaftes“ reparieren kann.

Das ist die vordergründige Forschungsaktivität für die allgemeine Gesellschaft.

Dahinter wird aber an der Modifikation von Menschen gearbeitet nach bestimmten Zielvorstellungen für deren „Zweck und Nutzen“ in bestimmten Umgebungen und Verfügbarleiten. Daran wird gearbeitet. „Designer Baby“ ist in der Trivialliteratur ein Thema.

Ich habe aber auch auf anderen Missbrauch hingewiesen.

http://hesch.ch/news/don-t-like/227-genome-im-eigenen-labor-editieren-das-grauen-der-neuen-schoepfung

Die „Synthetische Biologie“ des menschlichen Genoms hat anderes im Sinn. Hier geht es um die komplette „Neuschöpfung“, das Design von Leben, von Menschen ex ante.

Das darf nicht im Geheimen geplant werden. Wenn die Menschheit sich neu schafft, dann sollte sie dabei ein, - wie auch immer. Aufhalten wird man das nicht mehr, wie ich es schon bei dem Fortschreiten der AI beschrieben hatte:

http://hesch.ch/news/don-t-like/251-the-ai-revolution-23-5-2016-nick-bostrom-schizophrenie-aus-oxford

 

Ich habe dem früheren Artikel zur AL heute einen Beitrag hinzugefügt, in dem ich mich mit dem Mumpitz von Nick Bostrom aus Oxford auseinandersetze.

http://www.hesch.ch/news/mensch-und-gesellschaft/228-evolution-jenseits-des-menschen

Und am 29.5. einen Artiel: 

"Alles, was Sie über AI wissen, ist falsch":

http://gizmodo.com/everything-you-know-about-artificial-intelligence-is-wr-1764020220