Sprechstunde

Ab 2013 findet die Privatsprechstunde für Patienten und Interessenten an medizinischer Beratung in meinen Fachgebieten im grenznahen Konstanz statt.

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Nach einer neuen biologischen Theorie sind Gene eigennützig (englisch: selfish) und während der Entwicklungsgeschichte nur darauf bedacht, sich gegen andere Gene durchzusetzen. Nach dieser Theorie soll die Frau möglichst lange leben, damit sie möglichst lange für die Aufzucht des Nachwuchses - auchüber die zweite Generation hinweg - zur Verfügung steht. Der Mann dient in diesem Erklärungsmodell als Samenspender mit begrenzter Lebensdauer.
Fakt ist, dass Frauen und Männer heute länger als vor 100 Jahren leben, die mittlere Lebenserwartung ist fast doppelt so lang. Möglich war das weniger durch die eigennützigen Gene als durch die Zivilisation, die Seuchenhygiene, die Möglichkeit der Impfungen, die Entwickllung von Antibiotika und viele andere Fortschritte in der Medizin. Und dennoch lebt die Frau im Schnitt bis zehn Jahre länger als der Mann - diese Asymmetrie gibt es in verschiedenen Gesellschaften, Religionen und Kulturen, sie ist uralt und begleitet die gesamte Entwicklung der Menschheit. Doch wie lässt sich das erklären?
Eine Theorie besagt, dass solche alten, so genannten konservativen Phänomene der Evolution meist genetisch bedingt sind. Und die Analyse des Erbmaterials verweist denn auch auf den wesentlichen Unterschied zwischen Frau und Mann: Frauen haben zwei X-Chromosomen, was sich in Hinblick auf des Lebensalter als Vorteil erweist, denn sie können mögliche Defekte auf einem X-Chromosom besser kompensieren. Frauen sind zwar häufiger krank als Männer, sie haben auch ein vergleichsweise schlechteres Immunsystem - langfristig werden sie aber mit ihren Krankheiten besser fertig als Männer und erholen sich schneller.
Neben dieser genetisch "vorteilhaften Ausstattung" gibt es aber noch einen zweiten Grund, der Frauen länger leben lässt: Sie sind von Natur aus weniger aggressiv und können mit Stress viel besser umgehen - die Ursache dafür lässt sich unter anderem im Erbmaterial finden, denn das Verhalten ist auch genetisch geprägt.