Ich gehöre zu der Männergeneration, für die unschicklich war, in der Jugend ein T-Shirt zu tragen, Rasierwasser zu benutzen, Eau de Cologne anzuwenden oder sich gar um den eigenen Körper zu kümmern. Wir haben gegessen was auf den Tisch kam, auch, wenn es immer mit den Jahren feiner wurde, man wurde Weinkenner, man trug seidene Krawatten und der Anzug war schließlich von feinem Tuch, wir haben Frau und Kind und einen Karriereberuf, für den es sich lohnen sollte, mindestens 50 Stunden pro Woche zu arbeiten, wir fahren die Autos der drei erfolgreichen großen deutschen Marke, Lederpolster, Telefon, wir finden uns mit Bauch und ohne Hintern in der Hose noch immer sexuell attraktiv, wir verdrängen erfolgreich, daß es zeitgemäß ist, daß wir 8 Jahre vor unseren Frauen sterben.

Dann kam vor etwa 20 Jahren, angetrieben aus den USA, eine Fitnesswelle die zunächst von der Jugend und in späteren Jahren aber auch von einigen älteren Männern aufgegriffen wurde. Gut gebaute Models, allen voran Markus Schenkenberg führten vor, daß es für den Mann noch andere Genüsse geben sollte, als die, welche meine Generation erlebten. Attraktive Körper, symbolisiert durch guten Muskelbau und wenn es irgend geht mit Waschbrettbauch, guter Körpergeruch, gesundes Essen mit Supplements und Vitaminen, Laufen und Radfahren zum Kardiotraining und 2-3 mal Muskeltraining pro Woche wurden zu neuen Lebensinhalten einer aufsteigenden Generation, die man im Fernsehen und in Printmedien bewundern konnte.

Eine ganze Industrie stimmt sich nun auf die gewandelten Lebensziele des Mannes die den Genuss am Körper und Emotion mindestens gleich setzen zu den materiellen Ersatzhandlungen meiner Generation.

Vor 10 Jahren begann ich mich langsam dafür zu interessieren und mit den Jahren, als ich mich mit der Gesundheit des Mannes beschäftigte, habe ich meinen eigenen Lebensstil immer mehr geändert. Ich fahre täglich Fahrrad, laufe und mache 3mal in der Woche Muskeltraining, habe 7 % Körperfett, halte mein Blutfett durch geschickte Ernährung, DHS am haptischen Genuss nicht Mangel, ebenso niedrig wie meinen Blutdruck. Es geht meinem Körper gut, ohne daß meinn Geist, mein Beruf oder meine Umwelt unter meinem neuen Lebensstil leidet, ich fühle mich wohl, wie Jahre zuvor nicht, habe Kraft und Lebensfreude aus eigenem Tun und weil dem so ist, haben wir daraus eine medizinische Lebensstilaktivität für den Mann in Deutschland gemacht: „HOMMAGE“.

So weit so gut, bis ich vor einigen Tagen das Buch „The Adonis Complex“ las. Nun erfahre ich, daß ich wahrscheinlich Opfer einer Körperobsession in der westlichen Gesellschaft geworden bin, ich benutze rasch die mathematische Formel im Anhang des Buches um den alles dekorierenden FFMI (Fat-free-mass-Index) zu kalkulieren. Der Index zeigt, daß oberhalb eines Wertes von 25 jedes Training zu neurotischen und therapiebedürftigen Geschehen wird, der Index zeigt die magische Grenze an, oberhalb derer man sofort erkennen kann, ob jemand Drogen und Anabolika verwendet. Ich lande bei 25, bin also schon an der Gefahrengrenze, ängstlich fülle ich, bevor ich das Buch überhaupt richtig durchlese den Fragenkatalog auf Seite 77-79 aus, ich lande bei 10 Punkten einer Skala die von 10-19 reicht: „You probably have a mild to moderate form of the Adonis Complex. Body image concerns may or may not seriously compromise your day-to-day life, but you may well be a victim of some of the social and psychological forces described in this book“, ich bin also echt in Gefahr, den Adonis-Komplex zu haben, die drei Autoren des Buches, Psychiater der angesehenen Harvard University in Boston würden mir wahrscheinlich doch schon zu einer Therapie raten. Was ist der „Adonis Complex?“.

Der Untertitel spricht von „The secret crisis of male body obsession“, es geht also darum, daß die Autoren in der gegenwärtigen Fitnessbewegung für den Mann, 4 wesentliche Auswüchse erkennen:Gewichtstraining: Der Drang nach einem Körper mit viel Muskeln kann so intensiv werden, daß Männer persönliche Beziehungen und berufliche Karrieren hinten anstellen.

Körperbildstörung: Anders als bei gesunden Menschen haben Männer mit Körperbildstörungen keine Vorstellung darüber wie sie wirklich aussehen, sie sind darauf fixiert Dinge an ihrem Körper zu ändern die andere nicht einmal wahrnehmen. Jungen bis hinunter zum Alter von 6-8 berichten über solche Körperbildstörungen, die ihr Selbstbewußtsein stören und zu Depressionen führen können.

Eßstörungen: 7 Mio. Männer in den USA leiden an Freßsucht, Anämie und erzwungenem Erbrechen. Die Zahl der Männer mit leichteren Eßstörungen sei viel größer.

Anabolikagebrauch: Um ihre zunehmend unrealistischen Körperideale zu verwircklichen, benutzen mehr als 1 Mio Männer in den USA anabole Hormone. Mehrere Mio Männer geben Millionen von Dollar für muskelaufbauende Ernährung und Supplemente aus.Der schöne Titel des Buches von Pope, Phillips und Olivardia macht neugierig, indessen ist er falsch gewählt, denn Adonis, halb Gott halb Mensch ist in der griechischen Mythologie das Sinnbild für das schönen Mann, 50 % seines Lebens hat er Aphrodite gewidmet. Was Pope und Mitarbeiter beschreiben ist eher das Streben einer Minderheit, vorzugsweise in der amerikanischen Männergesellschaft nach einem, wie ich es nenne würde, „Herkules-Syndrom“. Aus den Schlußfolgerungen über eine Minderheit entsteht ein falsches Verständnis von der Rolle des Mannes in unserer Gesellschaft, die Autoren kommen auch zu falschen Schlußfolgerungen aus pathologischen Männerbiographien für die Gesamtheit der Männer. Es ist allerdings ein großes Verdienst der Autoren, auf eine krankhafte Entwicklung männlicher Identifikation hinzuweisen, die das äußere Bild des Mannes in unserer Gesellschaft stören kann, das Buch beschreibt eigentlich eine Krankheit, diejenigen die daran leiden und diejeningen die daran, wie so oft, ihr Geld verdienen. Um was geht es? Pope und Mitarbeiter beschreiben den Hintergrund einer Entwicklung die dazu führt, daß in der gegenwärtigen Gesellschaft der Mann zunehmend mehr Aufmerksamkeit, Zeit, Mühe und Geld in sein äußeres Erscheinungsbild, aber in Bemühungen des Wohlbefindens und der Sexualität aufwendet, eine Entwicklung die wesentlich begleitet wird von den Absichten der Zeitschrift Men’s Health, die in den USA eine zunehmend größere Auflage erreicht, aber auch in Deutschland eine ansteigende Leserschaft erreicht.

Solche Entwicklungen sind in der Kulturgeschichte des Mannes nicht neu, wir kennen sie aus Griechenland, aus den Zeiten des römischen Reiches, aus der Renaissance und der Romantik. Aus der Geschichte lernen wir, daß solche Selbstbesinnung des Mannes immer in Zeiten vorkommen, wo junge Männer über mindestens eine oder mehrere Generationen nicht von alten Männern in Erfüllung der zweifelhaften Machtinteressen in Kriege getrieben wurden. Sinnlose Kriege bis in unsere heutigen Zeiten kann man nur mit jungen Männern im Alter zwischen 18 – 25 Jahren veranstalten „wehrtauglich“ ist nur eine Männerjugend die im Vollbesitz ihrer körperlichen Fähigkeiten ist, deren Lebenserfahrung aber noch begrenzt ist, und die nach Erlebnissen männlicher Sinnstiftung sucht. Das von Testosteron, dem männlichen Hormon, geprägte Gehirn sieht und interpretiert die Welt und ihre Gesellschaft völlig anders als das östrogengeprägte weibliche Gehirn. Selbstbestätigung in Kampfeslust, aggressive Welteroberung und die emotionale Neigung zu Heldentum, aber auch Unterdrückung Schwächerer auf der einen Seite und unverbrüderliche Männerfreundschaften auf der anderen Seite ist kennzeichnend für diese sensible Altersphase des Mannes und deswegen ist die Männerjugend zu allen Zeiten leicht beeinflußbar auf ihren Wegen zur Suche nach sinnstiftenden männlichen Identifikationen. Ich erkenne als „Kriegsersatz“ unserer gegenwärtigen Gesellschaft vorzugsweise die Jobausbeutung, die hemmungslose Karrieresucht und ein oft sinnlos gewordener Konsum in Verbindung mit einem Freizeitwahn als Ersatzbefriedigungen bei jungen Männern und sehe hier eine viel größere Gefahr für die Gesellschaft.

Ich sehe in der gegenwärtigen Gesellschaft in unserem Lande überwiegend „Adonis-Verlust“ Männer, deren Lebensführung zur vorzeitigen Abnutzung ihrer körperlichen Ressourcen, ihrer emotionalen Intelligenz und ihrer familiären Präsenz führt. Wenn ich an meinen Alltag denke, Jungen und Männer auf der Straße und im Urlaub beobachte so wundert es mich, warum niemand ein Buch gegen Alkohol, Nikotin, Junkfood und mangelnde Bewegung schreibt, die stillen und gesellschaftlich sanktionierten Killer. Diese zeigen viel deutlicher den bedenklichen Zustand unserer Gesellschaft als die Exzesse von Minderheiten, welche einen spektakulären Buchtitel wie den von Pope hergeben.

In unserer Gesellschaft überwiegt noch immer der untrainierte, schlecht essende Mann, der seine Mitmenschen unterdrückt, es wird zu viel geraucht und getrunken, zu viel Secondhand-Unterhaltung benutzt und sich nicht ausreichend bewegt.

Es ist schon „pervers“, dass man in der Öffentlichkeit mit einem schönen, traininerten Körper heute wie ein Aussenseiter angesehen wird. Die Gesellschaft hat sich offenbar mit dem übergewichtigen, achtlos- lebenden Mann als eine „Normalität“ abgefunden. Dem ist aber nicht so, diese Männer, die heute in unserer Gesellschaft überwiegen, sind alle “ schlecht untersuchte Kranke“ und die Gesellschaft zahlt schon jetzt dafür! Wie konnte es dazu kommen, dass diese „Körperbildstörung“, die eine gefährliche und zahlenmässig viel bedeutendere Dimension in der westlichen Industriegesellschaft hat, als ein paar fehlgeleitete Bodybuilder, sozusagen gar nicht mehr auffällt, dass man zwar Übergewicht störend mag empfinden, die Krankenkassen und andere Interessensgruppen kaum erfolgreiche Programme gegen das Übergewicht starten, dass aber die Psychopathologie dahinter, die gestörte sexuelle und soziale Komponente, eine gesellschaftliche Normalität geworden ist.

Nur eine Minderheit, die allerdings erfreulicherweise wächst, beginnt zu begreifen, daß man die kostbaren Ressourcen der männlichen Jugend benutzen kann zu einer erfolgreichen persönlichen Lebensgestaltung. Nachdem die letzten 50 Jahre eine Befreiung der Frau durch die Bewegung der Emanzipation gebracht haben, beginnt nun auch eine Befreiung des Mannes aus den Zwängen der Staatsgewalt, der Weltanschauung und dem gesellschaftlichen Rollenverständnis, aber auch hier ist wie gesagt Vorsicht geboten gegenüber einer Ausbeutung durch unbarmherzige Wirtschaftssysteme.

Die Befreiung des Mannes aus diesen gesellschaftlichen Zwängen geht einher mit einer zunehmenden individuellen Beschäftigung mit dem eigenen Körper, der nicht mehr nur wie eine Maschine funktionieren soll, der vielmehr ein Gefühl männlicher Präsenz, Stärke und Wohlbefinden darstellen soll. Nach der Befreiung aus gesellschaftlichen Zwängen, der Hinwendung zum eigenen Körper bleibt als dritte sinnstiftende männliche Identifikation die Erektion. An anderer Stelle habe ich ausgiebig über die Kulturgeschichte der Sexualität des Mannes berichtet (s. www.hommage.de).

Was indes Pope und Mitarbeiter beschreiben, ist die Zwangsneurose einer Jugend, die in der kriegslosen Zeit und des wirtschaftlichen Wohlstandes ihre Identifikation nicht finden kann. Vielen Jugendlichen kommt die heutige Zeit sinnentleert vor, religiöse, politische und kulturelle Autoritäten als Vorbilder und Idole gibt es kaum noch, Stars aus der Unterhaltungsszene sind wertlose und vergängliche Versatzstücke.

Kraft und Muskulatur waren immer schon ein dem Mann eigenes Identifikationsmoment, auch Teil des bisherigen männlichen Schönheitsideals. Ganz abwegig halte ich den Gedanken von Pope und Mitarbeitern, daß die Flucht in durch Anabolika verursachte Muskelberge die letzte Hochburg des Mannes sei, in einer Welt da Frauen eine Bastion der Männergesellschaft nach der anderen einnehmen und schon Kampfjets fliegen. Ich kenne kaum einen gesunden jungen Mann dem dies Angst machen sollte, unserer Gesellschaft tat es gut, daß Frauen sich uns nähern und wir uns ihnen, daß Geschlechts- Berufs- und Moralgrenzen fallen die Mann und Frau, aber nicht nur diese sondern auch anders denkende Randgruppen bisher trennten. Adonis war der Liebling der Frauen, weil er dem damaligen griechischen Lebens- und Schönheitsideal entsprach, gleichwohl würden die bisherigen Darstellungen von Adonis nicht mehr dazu ausreichen, ihn z.B. auf dem Titelbild von Men’s Health abzubilden.

Die Bewegung der natürlichen Fitness und des „Natural Bodybuilding“, also ohne Anabolika, hat gezeigt, wie ein schöner, ebenmäßig gebauter männlicher Körper aussehen kann zu dem sich Frauen angezogen fühlen. Training von Herz und Kreislauf verhindert Erkrankungen der Gefäße, wer 2-3 mal in der Woche morgens vor dem Frühstück läuft oder Rad fährt oder sich anders bewegt, wer sein Idealgewicht für optimale Gesundheit pflegt, wer ausreichend und wert ißt, schützt seinen Organismus vor Toxinen, Streßschäden und Alterungsprozessen. In der heutigen Gesellschaft muß Energie nicht mehr im Fett gespeichert werden, sondern der mehr schnelllebige Lebensstil unserer Zeit erfordert eine Speicherung der Energie in Muskulatur und deswegen kommt dem Muskeltraining so große Bedeutung zu, eine gesunde Muskulatur ist unter heutigen Lebensbedingungen die wichtigste Kraftquelle des Mannes. Die Ausführungen von Pope dürfen nicht dazu führen, wenn man das Buch richtig liest, die neue Gesundheits- und Fitnessbewegung des Mannes zu verunglimpfen, was die Autoren wirklich hervorragend beschreiben, ist eine zwangsneurotische Minderheit von Männern, die gleichsam als Kriegsersatz und fehlgeleitete Sinnstiftung ihren Körper umbaut zu imposanten Muskelbergen aus Not, Angst und Haltlosigkeit entsteht das Bild vom „Übermann“ der aber ein Kunstprodukt ist, weil er nur und ausschließlich durch anabole Steroide, also durch den Gebrauch von Drogen zu erreichen ist. Pope und Mitarbeiter haben hier eine ganz genaue Grenzlinie gezogen und zum ersten Mal ist es uns möglich, einwandfrei solche Körper zu identifizieren. Wir finden sie ja nicht nur in zahlreichen Bodybuildingzeitschriften abgebildet als das vermeintliche Ergebnis eines harten Trainings und einer disziplinierten Ernährung, sondern auch in der Werbung und wie Pope und Mitarbeiten zeigen, vor allen Dingen in den USA in Medien welche Jugendliche beeinflussen. Durch die Untersuchungen von Pope und Mitarbeitern können wir nun solche Drogen-manipulierten Körper entlarven. Es kann der Öffentlichkeit und der Jugend gar nicht oft genügt vorgeführt werden, wie solche Muskelprotzkörper entstehen, damit sie schlichtweg nicht mehr akzeptabel sind als „Schönheitsideal“ und Werbemedium. Eine Minderheit „Roided Bodies“ kranker Menschen die ihrem Körper Gewalt antun wird es immer geben, aber der natürlich trainierte Körper ist und bleibt die Meßlatte für Ästhetik, Wohlbefinden und Gesundheit. Auf den Titelbildern von Men’s Health der letzten Jahre kann ich keinen „Roidet Body“ entdecken, die gegenwärtigen Models von Calvin Klein, Guess, Prada und anderen zeigen eher auch eine Abkehr vom „Super Muscle Hypermale“ an, es gibt keinen allgemeinen Trend zur „Bigorexie“ zur männlichen Sinnstiftung durch extreme Muskelmasse, wie die Autoren uns Glauben machen wollen. Während man Tom Cruise und Brad Pitt noch ansieht, daß sie dem muskelbetonten Körperideal nachstreben, so kann man dies bei Leonardo Di Caprio und anderen Jungstars auch hierzulande nur begrenzt erkennen.

Zum Schluß noch ein Wort der Entspannung für diejenigen die nicht glauben, daß körperliche Attraktivität ein erstrebenswertes männliches Lebensziel sei:

In der Ausgabe vom 06. Juli von Nature beschreibt Robert Brooks, daß die sexuelle Attraktivität bei männlichen Guppies erkauft wird mit verminderter Fitness und häufigeren Genschäden bei den ebenfalls attraktiven Söhnen, die dadurch aber weniger lebensfähig sind, zum Glück wissen wir noch nicht, ob dies bei Menschen auch so ist.

Europäische Pharmahersteller, vorzugsweise in Deutschland, Holland und Spanien sind die Hauptproduzenten von illegalen Anabolika und Hormonen, zumindest bei einem deutschen großen Pharmakonzern dürfte die Herstellung von Testosteron für den Schwarzmarkt des illegalen Dopings deutlich die Anzahl der Ampullen übersteigen, die auf Anordnung eines ärztlichen Rezeptes hergestellt werden. Es ist ziemlich scheinheilig, daß sich eine Gesellschaft über diesen Drogenmißbrauch erregt, den Vertrieb dieser Substanzen im eigenen Lande aber duldet. Nachdem Pope und Mitarbeiter uns nun gezeigt haben, wie man Drogen-manipulierte Körper leicht identifizieren kann, wäre es wahrscheinlich sinnvoll, Anabolika kontrolliert über ärztliche Rezepte abzugeben und den Schwarzmarkt zuzumachen, wenn es dafür durch die Allgegenwart des e-commerce im Internet nicht schon unmöglich geworden ist.

Mit Sorge beobachte ich, dass die neuen Form von Testosteron als Gel in grossen Mengen überall ohne Rezept bezogen werden kann. Da wird sicher ein grosses Problem auf uns zukommen, dessen Dimension das des Ampullenhandels bei weitem übersteigt . Die Hersteller werden wieder nichts Ernsthaftes unternehmen, um nachzuweisen, dass ihre Medikamente nur auf Rezept abgegeben werden. Der Staat wird wieder zusehen, Kommissionen ernennen, die in naiver Unkenntnis von Training wieder warnen und warnen und neben dieser Welt der Scheinheiligkeit blüht der eigentliche Markt.

John von Düffel hat in seinem Buch:
EGO
Den neuen“ Männerwahn“ schön ironisiert

Unser neues Buch:
“ABSOLUT FIT“
hilft jedem zu einem gesunden trainierten Körper ohne die Angst vor allzu neurotischem Umgang mit sich selbst, John von D