Windsurfen

1973 sah ich im amerikanischen Fernsehen einen Bericht über einen neuen Sport, der seit dieser Zeit Windsurfen heißt. Ich rief bei der Fernsehstation an, um mich zu erkundigen und erfuhr, dass in Europa 20 „Windsurfer“ ausgeliefert werden würden, jene legendären Bretter mit dem Holzgabelnbaum, der noch immer in meiner Garage steht, - ich habe also eines dieser Bretter bekommen. Auf dem Swimmingpool unserer Freunde in Göttingen haben wir ihn zum ersten Mal zum Üben zusammengebaut, ob da wirklich alles gestimmt hat, weiß ich nicht mehr. Dann ging es zum Bodensee und tatsächlich kam ich in Fahrt.
Ich hab dann so ziemlich alle Entwicklungen von Brettern und
Segeln mitgemacht, die man dabei kennt.
Ein denkwürdiges Revier zu dieser Zeit war Munkmarsch auf Sylt, wo sich einige Pioniere trafen. Später bin ich dann sooft als möglich nach Hawaii gefahren und habe mit Rick Naish, dem Vater von Robby, der mir übrigens ein Brett geshapt hat, viel geübt. Rick ist ein toller Kumpel, ein Seebär und absolut integer. Beide haben sie aus dem Namen Naish ein Weltunternehmen gemacht.

Viel zu verdanken habe ich Michie Bouwmester vom Gardasee, wohin ich einige Jahre regelmässig zum Trainieren fuhr . Er hatte mir seinerzeit den obligaten Wasserstart, den noch keiner ausser den Cracks in Hawaii konnte, beigebracht
(www.windsurfmb.it) und viele Tricks, die zu dieser Zeit ein „must“ waren. Nie werde ich vergessen, wie er mit mir “ parallel“ fuhr, jeder einen Fuss auf dem Brett des anderen, nebeneinander mit ungewöhnlich hoher Geschwindigkeit,- am Ufer wurde gestaunt, es war unbeschreiblich.

Mein Sohn Oliver hat unter meiner Mitarbeit ca. 15 Bretter geshapt, drei davon sind noch da, schöne Museumsstücke, er war wirklich begabt, schade, dass er nicht weitergemacht hat und Peter Thommen das Feld überlassen hat.
Diese erlebnisreiche Sport begleitet mich seitdem. Ich habe in 3o Jahren Windsurfen around the world viele Gefahren von Haien über Flauten und Stürme bis zu Crashs` s durchgestanden und mich in der Überwindung der Not selbst gefunden, rückblickend eine herrliche Zeit. Ich wünsche jedem, der Freude an Wasser, Wind und Natur hat, sich mit diesem Sport auseinanderzusetzen.

Snowboard

Ich fahre seit etwa 15 Jahren Snowboard.
Seitdem ich diesen Sport zum ersten Mal im Fernsehen gesehen habe, habe ich die Ski weggestellt. Ich habe nach der Sendung Burton in den USA angerufen, ein angenehmer Mensch, der sofort bereit war, meine Begeisterung aufzunehmen.
Ich habe ihn gefragt, ob er mir ein Board schicken könnte, - er tat es. Ich ging in den Harz, alle schauten zu, was das wohl sei, Lift durfte ich nicht fahren. Ich machte mich kaputt vor Anstrenung und Snowboardfahren konnte ich am Abend aber auch nicht. Ein paar Monate später kam mir am Petersboden in Lech einer mit Snowboard entgegen. Friedel sagte mir, es sei doch ganz einfach; er fuhr goofy, nahm mich bei der Hand und an einem Nachmittag lernte ich auf dem Brett zu stehen. In den folgenden Jahren habe ich mit vielen Instruktoren Kurse gefahren und bin zu einem begeisterten Raceboardfahrer geworden. Ich steige auch mal gerne auf einen Berg, um ganz alleine in großen Bögen herunter zu carven: was ein Erlebnis! Free style liegt mir nicht so. Meine Boards stammen von Jester in Konstanz (www.jesterboards.com).

Wakeboard

Nachdem wir ein Motorboot am Bodensee haben, habe ich vor etwa 8 Jahren mit Wakeboardfahren begonnen. Anders als Wasserski, das mir nicht liegt, anders als Windsurfen, ist Wakeboard ein windunabhäniger extrem dynamischer Sport, der viel Geschicklichkeit und Kondition erfordert. Länger als 20 Minuten kann ich das nicht durchführen, während ich noch immer 2-3 Stunden surfen kann. Auch hier liebe ich mehr das Raceboaring denn die Tricks. Viel Technik habe ich von Marc gelernt, meinem Trainer am Bodensee.

Unser Boot ist verkauft ,aber einer meiner Nachbarn hat ein pures Wakeboardboot und im Sommer geht es wieder auf den See
 

SUP

Zum ersten Mal habe ich mit einem flachen Sitzpaddelbrett 1968 in Hyères SUP gemacht, da war Robby noch ein Säugling und nun ist dieser Sport auch dank ihm zu einem Volkssport geworden. Ich finde SUP eine tolle Ergänzung zu anderen Boardsportarten und , wenn man in die Welle geht eine große Herausforderung,- zum Glück gibt es am Bodensee keine. In MAUI sind es 13 Meter zwischen 2 Wellen.